Monschau - In der Jugendherberge ist seit Tagen „alles vorbereitet“

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In der Jugendherberge ist seit Tagen „alles vorbereitet“

Von: P. St.
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Marzia Fluck (li.) und Janna Funk von der Betreuungsorganisation „Transparenz“ sichten im Keller der Jugendherberge Hargard die Spenden der Eifeler Bevölkerung.

Monschau. Am Montag vergangener Woche sollten die ersten Flüchtlinge in der Jugendherberge Hargard eintreffen. Acht Tage später aber sind die Räume immer noch komplett leer. „Es ist alles vorbereitet“, sagt Sieglinde Ritter, die in ihrem Haus alle Voraussetzungen dafür getroffen hat, dass hier ab sofort Flüchtlingsfamilien vorübergehend einziehen können.

130 Menschen könnten in der Jugendherberge Hargard Platz finden. Die Bezirksregierung Arnsberg, die federführend in NRW für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständig ist, hatte unter anderem das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) um Unterstützung zwecks kurzfristiger Bereitstellung von Räumen gebeten. Wegen des zu erwartenden Flüchtlingsstromes, insbesondere aus aktuellen Krisenländern wie Syrien und Irak, und der Auslastung der kommunalen Unterbringungsmöglichkeiten hatte das Land nach weiterem dezentralem Wohnraum gesucht.

Seit Anfang November konnten so insgesamt 2170 Plätze bereitgestellt werden. Da bislang aber landesweit lediglich 400 Flüchtlinge registriert wurden, stehen noch viele der Einrichtungen leer, so auch die Jugendherberge in Solingen.

Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter, die für eine positive Aufnahme der Asylbewerber geworben hatte, freut sich über die enorme Spendenbereitschaft der Bevölkerung. Sie habe allerdings auch keine aktuellen Informationen darüber erhalten, ob und wann der Jugendherberge Flüchtlinge zugewiesen würden. Beim Sozialwerk Eifeler Christen gingen Berge von Kleidung, Koffern, Schuhen und Spielzeug ein, das bereits zur Jugendherberge transportiert und hier sortiert wurde.

Am Montag wurden sogar 30 Kilo Einkeller-Kartoffel in der Jugendherberge abgegeben, obschon Lebensmittel ansonsten nicht als Spenden in Betracht kommen.

In Wartehaltung befindet sich seit acht Tagen auch die Betreuungsorganisation „Transparenz“ aus Euskirchen, die mit jeweils drei wechselnden Mitarbeitern vor Ort und für die Sozialbetreuung der Flüchtlinge zuständig ist. „Es fehlen nur noch die Menschen“, sagten gestern Marzia Fluck, Janna Funk und Konstantin Klabunde, während sie letzte Hand daran legten, das eigens eingerichtete Spielzimmer fantasievoll zu gestalten.

Nicht mehr tun als warten können im Moment auch die beiden Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes und ein Mitarbeiter der Bezirksregierung, die sich ebenfalls in der Jugendherberge Hargard aufhalten und alles bis ins Detail vorbereitet haben, um die Flüchtlinge zu empfangen .

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