Nordeifel - In der Eifel: Stau auf der Datenautobahn

In der Eifel: Stau auf der Datenautobahn

Letzte Aktualisierung:

Nordeifel. So manches Unternehmen in der Eifel muss sich mit einer langsamen Datenautobahn herumschlagen. Und nicht nur Firmen klagen über die regionale Breitbandversorgung.

Auch für Privatleute wird es zunehmend problematisch, die immer komplexer werdenden Internetseiten in einer akzeptablen Zeit aufzurufen. Im Euskirchen Kreishaus tauschten sich jetzt Betroffene und Anbieter über die unzufriedenstellende Versorgungssituation aus und diskutierten Lösungswege.

Die Veranstaltung „Regionale Breitband-Initiative kommt in Fahrt” ist eine gemeinsame Initiative der Kreise Aachen, Düren und Euskirchen mit dem Ziel, eine flächendeckenden Breitbandversorgung in der Eifelregion zu erreichen.

„Wer im Internet ist, will schnell von Seite zu Seite gelangen”, stellte Euskirchens Landrat Günter Rosenke fest. Wenn das allerdings nicht klappe, mache das Surfen keinen Spaß. Dabei seien die modernen elektrischen Informationsmedien die Triebfedern der Produktivität.

„Galt im Industriewettbewerb, dass die Großen die Kleinen fressen, so gilt in der digitalen Ära, dass die Schnellen über die Langsamen dominieren.” Das Internet sei zu einem notwendigen Kommunikationskanal avanciert - und sei die Eisenbahn des 21. Jahrhunderts.

Ein Problem sei, betonte Moderator Ulrich Schirowski, dass es bisher keine Bedarfsübersicht gegeben hätte. Dies allerdings versuche derzeit die IHK Aachen mit Hilfe einer Plattform abzufragen. Die bisherigen Ergebnisse stellte IHK-Geschäftsführer Fritz Rötting vor: Auf der Internetseite http://www.schnelles-internet-eifel.de , die Anbieter und Nachfrager zusammenbringen wolle, hätten sich bisher aus dem Kreis Euskirchen 130 Firmen und Privatpersonen gemeldet. Für den Kreis Aachen lägen gar 135 Einträge vor - je 42 für Monschau und Roetgen sowie 51 für Simmerath.

Ein vorbildliches Beispiel, wie die „weißen Flecken” verschwinden können, stellte anschließend Wolfgang Lanzerath von der Initiative „DSL für Houverath” vor. Die Einwohner hatten sich vor zweieinhalb Jahren zusammengeschlossen und selber einen Graben gezogen, in den der Netzanbieter nur noch sein Kabel verlegen musste.

Eine Möglichkeit, wie die Situation verbessert werden könnte, schlug Fritz Rötting vor, der dafür vom Publikum reichlich Beifall erntete: „Müssen wir jeden Radweg bauen, oder können wir darauf mal zwei Jahre verzichten?” Das sah auch Werner Hanf von Netcologne nicht anders: Wenn längere Straßenabschnitte neugemacht würden, sollte man sich besser koordinieren. Dadurch könnte Zeit und Geld gespart werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert