In 80 Kilometern auf den Brocken: Im Laufschritt durch die Kälte

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Die Brocken-Challenge gilt als einer der härtesten Ultraläufe: Holger Lapp aus der Eifel beim Zieleinlauf. Foto: www.tobien-images.de

Nordeifel. Während andere in Festzelten feierten, stellte sich Holger Lapp von TRAILrunning-Eifel.de am Karnevalssamstag einer ganz besonderen Herausforderung. Im Laufschritt ging es durch Kälte, Eis und Schnee von Göttingen 80 Kilometer bis auf den Brocken im Harz.

Die Brocken-Challenge gilt als der kälteste und als einer der härtesten Ultraläufe in Deutschland. Gestartet wird in Göttingen, und das Ziel befindet sich auf dem Brocken im Harz. Dieser gilt durch seine besondere geografische Lage als klimatisch sehr extrem. Die Herausforderung besteht für die Läufer zum einen in der Distanz von 80,5 Kilometern, den Höhenmetern (ca. 1900 Meter bergauf und ca. 1100 Meter bergab) und zum anderen in den Wetterbedingungen.

Im Gegensatz zu 2012 war es dieses Jahr zwar mit -4 bis -6 Grad fast zehn Grad wärmer, aber trotzdem nicht leichter. Bis zur Marathondistanz Kilometer 42 verläuft die Strecke über Felder mit einigen kurzen Anstiegen, so dass Holger Lapp diesen Teil in rund vier Stunden bewältigen konnte. „Ab diesem Punkt geht es erst richtig los“, sagt Holger Lapp. „Denn ab jetzt geht es stetig bergauf und mit jedem Schritt wird der Schnee höher und die Temperaturen niedriger“, erklärt der Läufer.

„Bis zum Verpflegungspunkt bei Kilometer 54 konnte man auf einer einigermaßen festen Schneedecke noch gut laufen, aber nach diesem Punkt war jeder Schritt mehr als doppelt so schwer. Das Laufen auf dem losen, nur halbfestgetretenen Pulverschnee erinnerte mehr an das Laufen in den Sanddünen. Immer wieder rutschte man weg und man bekam kaum festen Halt“, führt der Ultraläufer weiter aus. „Erst ab dem letzten Verpflegungspunkt bei Kilometer 74 war die Schneedecke durchgehend fest. Aber dafür ging es jetzt immer steiler zum Brocken rauf“, so Holger Lapp.

Am Ende kam Holger Lapp nach genau zehn Stunden ins Ziel und belegte damit einen hervorragenden 36. Platz von 182 Teilnehmern. Noch etwas Besonderes hat der Lauf. Die Teilnehmergebühr wird zu 100 Prozent an verschiedene soziale Projekte gespendet, und die Organisation sowie die Verpflegung für die Läufer wird ehrenamtlich sowie durch Spenden organisiert. So kamen bisher (2004 bis 2012) 68 735 Euro an Spendengeldern zusammen.

Übrigens nach dem Lauf müssen die Sportler noch mal 7,5 Kilometer bis nach Schierke hinunter wandern, denn erst von dort können die Teilnehmer zurück zum Startpunkt gebracht werden, da eine Befahrung des Brockens nur den Rettungskräften gestattet ist und die Brockenbahn im Winter schon früh ihre letzte Fahrt hat.

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