Imgenbroich - Imgenbroich stimmt ein ins Ösele-Lied

Imgenbroich stimmt ein ins Ösele-Lied

Von: ame
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Die Gruppe „Wanderwind” übe
Die Gruppe „Wanderwind” überzeugte beim Festabend in Imgenbroich das Publikum mit Gaukelei, Musik und Jonglage. Foto: Alfred Mertens

Imgenbroich. Sein 650-jähriges Bestehen feierte der Ort Imgenbroich mit einem gelungenen Festakt im Zelt am Bürgercasino und einem bunten Markt, der mittelalterliches Flair in den Ort brachte.

Die unter der Schirmherrschaft von Städteregionsrat Helmut Etschenberg stehende dreistündige Veranstaltung wurde vom Imgenbroicher Ortskartell unter der Federführung des Heimatvereins organisiert.

Die Festrede zur 650-Jahr-Feier hielt Dr. Elmar Neuß, der Vorsitzende des Geschichtsvereins des Monschauer Landes. Moderiert wurde die Veranstaltung von den beiden bekannten „Ömcher Jonge” Heiner Schepp und Dirk Neuß.

Mit flotten Märschen eröffneten die beiden musizierenden Imgenbroicher Vereine Harmonie und da Tel.Trommlerkorps das kurzweilige Programm, das im wesentlichen aus Ansprachen, musikalischen Beiträgen, Tänzen sowie Auftritten mit historischem Ambiente bestand.

Imgenbroichs Ortsvorsteher Bernd Neuß konnte zum Festabend neben Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Bürgermeisterin Margareta Ritter und Festredner Dr. Elmar Neuß auch das Ehepaar Steinmüller aus Eschbach in der Pfalz begrüßen, denn alles begann in Eschbach. Als Otto Drosson vom Imgenbroicher Heimatverein vor sechs Jahren seinen Urlaub in Eschbach verbrachte, fand er dort bunt bemalte Eselskulpturen vor. Das Ehepaar Steinmüller animierte Drosson dazu, diese Aktion auch für seinen Heimatort Imgenbroich in die Wege zu leiten.

„Anfangs wurde dem Vorhaben eher mit Skepsis begegnet, jedoch durch großzügige Spenden der Imgenbroicher Geschäftswelt kam die Sache dann ins Rollen”, wusste Neuß zu berichten. Erstmals wurden die Skulpturen der Imgenbroicher Dorfbevölkerung in einer Eselparade präsentiert.

Vandalismus hält Einzug

Sicherlich hat mittlerweile auch der Vandalismus Einzug gehalten und die Skulpturen wurden desöfteren in Mitleidenschaft gezogen, jedoch ging ein ausdrücklicher Dank des Ortsvorstehers an Otto Drosson, dem Geschäftsführer des Imgenbroicher Heimatvereins, „denn ohne ihn würde es das heutige Fest bestimmt nicht geben”.

Grüße seitens des Rates und der Verwaltung der Stadt Monschau übermittelte Bürgermeisterin Margareta Ritter an die Imgenbroicher Dorfbevölkerung. „Imgenbroich hat sich in den letzten Jahrzehnten spürbar verändert. Die positive Entwicklung des Ortes ist unverkennbar. Man findet hier eine lebendige Dorfgemeinschaft vor. Ich danke den Organisatoren und hier insbesondere Otto Drosson, der sich mit Leib und Seele für die 650-Jahr-Feier eingesetzt hat.”

„Gerne habe ich die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen. Wenn ich hier auf der Bühne stehe, kommen mir viele Erinnerungen an eine lange Zeit in Monschau wieder ins Gedächtnis. Die Ortsentwicklung, der Allkauf, die Erweiterung Victor, das Himo und das Baugebiet Steinrötsch stellen sich als Meilensteine in der Entwicklung Imgenbroichs dar. Am starken Wirtschaftsstandort Imgenbroich ist eine wunderbare Einkaufslandschaft entstanden”, freute sich Schirmherr Helmut Etschenberg .

„Mer se stolz dorop de Ösele zo sen” - das Ösel-Lied, eine Art Imgenbroicher Nationalhymne, von Heiner Schepp und Dirk Neuß angestimmt, ertönte dann erstmals im Festzelt.

Otto Drosson berichtete, dass in der Literatur immer wieder über eine existierende Original-Urkunde Imgenbroichs berichtet werde. Hiervon habe er sich nunmehr persönlich im Staatsarchiv in Düsseldorf überzeugen wollen.

„Mit Baumwoll-Handschuhen ausgestattet, musste ich feststellen, dass es gar nicht einmal so einfach war, diese Urkunde überhaupt zu lesen.”

Ihren Beitrag zum Gelingen des Festes leistete das Akkordeon-Orchester Monschauer Land unter der Leitung von Willi Mertgens mit dem Einzugsmarsch aus dem Zigeunerbaron, einem Medley von Wolfgang Petry, dem bekannten Rosamunde und der Amsel-Polka.

Festredner Dr. Elmar Neuß, ein kompetenter Partner in Sachen Historie Imgenbroichs, ging auf die Anfänge des Ortes ein. Die Besiedelung Imgenbroichs muss wohl um 1100 begonnen worden sein. 1250 existierte Imgenbroich, 1566 wurden in einer Urkunde die Grenznamen mit Fluren festgehalten.

30 Mitglieder des Vereins Condra präsentierten auf der Bühne dann eine Auswahl historischer Tänze aus dem Mittelalter. Mit Gaukelei, Musik und Jonglage versetzte die Gruppe Wanderwind das Publikum ins Mittelalter. Eine kleine Abordnung des ältesten Imgenbroicher Vereins, des 1869 gegründeten Kirchenchores, stimmte das Eifel-Lied an.

„Ambitioniertes Tanzen zu moderner Musik” kündigte Moderator Heiner Schepp beim Auftritt der beiden Dash-Tanzformationen „Crazy Stuff” und „Special Edition” unter Trainerin Lisa Thomas an.

Zum Abschluss des unterhaltsamen Festabends Abends ertönte nochmals aus allen Kehlen das „Ösel-Lied”.
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