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Imgenbroich: Aldi will größer werden, Ampel bald fertig?

Von: P. St.
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Der Discounter Aldi in Imgenbroich möchte größer werden. Über die Schmöttsgasse, die eine neue Führung erhält, soll die Erweiterung erfolgen. Das leerstehende Wohnhaus wird abgerissen. Foto: P. Stollenwerk

Imgenbroich. In Imgenbroich gibt es genug Gesprächsstoff und Gesprächsbedarf: Eine ebenso lebhafte wie kreative Diskussion bestimmte die Mitgliederversammlung der CDU Imgenbroich im Lokal „Dörrehöffche”, wo die Tagesordnung erst gar nicht Punkt für Punkt abgearbeitet wurde, sondern der muntere Wortwechsel dominierte.

Bei der Kommunalwahl 2009 ging mit nur fünf Stimmen Differenz der CDU ein Wahlbezirk verloren („Den wollen wir bei nächsten Wahl zurückholen”, kündigte Ortsverbandsvorsitzender Heinz Kurt Schmitz an), die Fußgängerampel am Kaisersaal ist ein nerviger Dauerbrenner, zur Ortsentwicklung gibt es auch ständig Neuigkeiten, der Verkauf von zwei Grundstücken am Sportplatz wird kontrovers diskutiert, und nicht zuletzt ließen die kürzlich gefällten Buchen auf dem Spielplatz-Grundstück im Steinrötsch die Volksseele hochkochen.

Ins Ortszentrum Imgenbroich kommt wieder Bewegung. Der Discounter Aldi möchte seine Verkaufsfläche über die Schmöttsgasse hinaus erweitern; der Investor hat bereits das Nachbar-Grundstück (ein jetzt leerstehendes Wohnhaus) erworben.

Bürgermeisterin Margareta Ritter berichtete zum Stand der Planungen, dass die Schmöttsgasse in ihrer Führung verändert werde; die Gespräche mit den Nachbarn seien auf einem positiven Weg.

Viel Raum nahm die Diskussion um die gefällten Bäume im Steinrötsch ein. Heinz Stollenwerk, langjähriger Ortsvorsteher und stets kritischer Beobachter der Entwicklung seines Heimatortes, meinte, dass man die Aktion hätte verhindern können, wenn die Stadt ein weiteres Gutachten eingeholt hätte. Die Bürger hätten „fast geweint”, als die Bäume gefallen seien. Ortsvorsteher Bernd Neuß sah das Hauptproblem darin, dass der Informationsfluss nicht funktioniert habe.

Die Einlassung, dass die Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürger nicht optimal gewesen sei, akzeptierte Bürgermeisterin Margareta Ritter („Darauf werden uns in Zukunft einstellen”), Kritik am falschen Vorgehen der Stadt ließ sie aber nicht gelten. Die Stadt habe es sich nicht leicht gemacht, und neben der Stellungnahme der Unteren Landschaftsbehörde ein weiteres Gutachten eingeholt. „Dann mussten wir die Abwägung treffen.” Es sie nicht die Absicht der Stadt, die Bürger zu verärgern.”

Ortsvorsteher Bernd Neuß hielt fest, dass der Befall des Brandkrustenpilzes festgestellt worden sei, der von der Wurzel her den Bäume zusetze. Hätte die Stadt gegen die Empfehlung der Unteren Landschaftsbehörde gehandelt, dann wäre sie im Schadensfalle „von den gleichen Leuten, die jetzt Krokodilstränen weinen, in Haftung genommen worden.”

Ein nicht weniger emotionales Thema ist die Errichtung der Fußgängerampel auf der Trierer Straße, die laut Bürgermeisterin Margareta Ritter in etwa zwei Wochen funktionieren solle. Von „mindestens zehn Ortsterminen”, seufzte Bernd Neuß, sei diese langwierige Aktion bisher begleitet gewesen.

„Es ist nahezu ein Drama, wie lange ein solcher Akt dauert”, gab Heinz Stollenwerk des Volkes Meinung wieder. Scharf kritisierte er die Behörden. „Anscheinend wollen es uns die Bürokraten zeigen.” Dass es bei der Installation der Ampel jetzt offenbar Probleme mit der Software gebe, sei fast nicht zu glauben.
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