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Im Winter bietet das Hohe Venn besondere Reize

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Der SWR drehte jetzt für die Reihe „Fahr mal hin“ im Hohen Venn und der Nordeifel: Hubert vom Venn zeigte dem Team die Besonderheiten dieser Landschaft.

Nordeifel. In der wöchentlichen TV-Serie „Fahr mal hin“ besuchte nun ein Fernsehteam des SWR die Nordeifel und das Hohe Venn: „Das weiße Moor – Winter im Hohen Venn“ – ein Film von Paul Weber wird am Freitag, 19. Februar, ab 18.15 Uhr im SWR und SR Fernsehen ausgestrahlt.

„Wie Sie sehen, sehen Sie nichts“, feixt Hubert vom Venn. Der Kabarettist stapft durch den dichten Nebel und sieht die Hand kaum vor Augen. Er ist unterwegs im Hohen Venn – der Landschaft, die er so liebt und die ihm auch seinen Künstlernamen eingebracht hat.

Im Winter entwickelt das Hochmoor im Osten Belgiens einen schaurig-schönen Charme. Die Holzstege durch die Sumpfgebiete enden im Nichts des Nebels. Die bizarren Silhouetten der Moorbirken erscheinen wie düstere Gerippe.

Nichts für schwache Nerven könnte man meinen, aber ein Naturerlebnis für all diejenigen, die es bei jedem Wetter nach draußen zieht. Und mit einem bisschen Glück schneit es und das eben noch gruselige Moor erstrahlt in unschuldigem Weiß.

Gerade zu dieser Jahreszeit besticht das Hohe Venn durch seine raue Ehrlichkeit. Eine Landschaft voll mystischer Schönheit – und eine sinnliche Region, die durch den Magen geht. Rund um das Venn finden sich kulinarische Schätze, die Feinschmecker mit der Zunge schnalzen lassen. Der Vennschinken aus Sourbrodt ist eine Delikatesse, genauso wie der Käse von Andreas Keul aus Weismes.

Der gelernte Informatiker verbrachte zwei Sommer auf einer Schweizer Alm und lernte dort sein Handwerk. Seit 2014 nun produziert er seinen eigenen Käse am Rande des Hohen Venns. Will Schuwer aus Bellevaux stellt in seiner kleinen Brauerei in Bellevaux vier sehr individuelle Biere her. Der ehemalige Apotheker startete erst im Jahr 2007 und ist schon nach wenigen Jahren eine anerkannte Größe in seiner Branche.

Und das will was heißen: Immerhin gut 140 Brauereien gibt es in dem kleinen Land Belgien, die insgesamt fast 500 verschiedene Biere produzieren. Eine erste Adresse des guten Geschmacks ist auch das Gasthaus Baraque Michel, eines der wenigen Häuser im Venn. Seit 200 Jahren schon kehren hier Wanderer ein.

Eine Winterreise in das Hohe Venn kann ein leckeres Erlebnis sein, aber auch Menschen mit Bewegungsdrang kommen nicht zu kurz. Horst Dicketmüller aus Simmerath führt Gruppen jeden Alters durch die deutsch-belgische Grenzregion. Aber nicht einfach nur so – Dicketmüllers Gäste erkunden die Landschaft mit einem Lama an der Leine! „Eine therapeutische Erfahrung“, schwört der 61-jährige, „und gerade im Schnee toll. Die Lamas sind die Anden gewohnt.“

Auch recht exklusiv: eine Führung durch die C-Zonen des Hochmoors: Besonders sensible Gebiete, die für normale Besucher –ohne anerkannten Naturführer – geschlossen bleiben.

Das Hohe Venn: schon bei Sonnenschein wunderschön, im Winter jedoch ein Reiseziel mit unvergleichlichen Erlebnissen.

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