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Im Stehen über den Rursee bis nach Woffelsbach

Von: ag
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Leicht erschöpft aber glücklich kommen schließlich wieder alle in Rurberg an. Wie viel Spaß die Aktion gemacht hat, steht den Teilnehmern ins Gesicht geschrieben und das Fazit fällt eindeutig aus: „Das war einfach klasse“, heißt es unisono. Foto: A. Gabbert
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Die Leser hatte jede Menge Spaß beim Stand-Up-Paddeln. Foto: A. Gabbert
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„Wir sollen die Bretter tragen wie eine Handtasche. So eine große hatte ich aber noch nicht“, amüsiert sich Gabi Schröder (rechts) auf dem Weg zum See. Foto: A. Gabbert
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Die Anlegestellen der Segelboote sind eine willkommene Gelegenheit, sich kurz zu setzen, festzuhalten und etwas zu verschnaufen Foto: A. Gabbert
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Letzte Vorbereitungen vor dem Start: Trainerin Christina Bauer (links) erklärt den richtigen Umgang mit den Paddeln. Foto: A. Gabbert
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Es macht platsch, und einer der Teilnehmer landet im Wasser: Auch das bleibt nicht aus. Foto: A. Gabbert
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Los geht‘s: Schnell sind die ersten schon auf dem Wasser und paddeln kniend umher. Foto: A. Gabbert

Rurberg. „Können alle schwimmen?“, fragt Christina Bauer in die Runde, bevor es mit den Surfbrettern auf den Rursee geht. Sie leitet die Stand-Up-Paddel-Schule „SUPsafety“ in Rurberg und lässt im Rahmen unserer Aktion „7 x Sommer“ an diesem Tag elf Zeitungsleser in diesen interessanten Sport reinschnuppern.

Schwimmen können sie alle, was sie für eine Figur auf den Brettern machen werden, wird sich noch herausstellen. Manche der Teilnehmer haben ihre eigenen Neoprenanzüge mitgebracht, andere verzichten auf das Angebot, sich einen auszuleihen, und ziehen die Badehose und ein T-Shirt vor. Auf Schuhe verzichtet auf dem Weg zum Wasser aber niemand, denn auf den scharfen Schieferfelsen ist die Verletzungsgefahr viel zu hoch.

Knapp die Hälfte der Gruppe hat diesen Sport, bei dem man nach Möglichkeit aufrecht auf einem Surfbrett steht und sich ähnlich wie beim Kanufahren mit einem Stechpaddel vorwärts bewegt, schon einmal ausprobiert. „Ich finde das total entspannend, auf dem Brett zu stehen und über das Wasser zu gleiten“, sagt Renate Leipelt aus Kalterherberg. „Das ist wie über das Wasser zu gehen“, meint Victor Krings aus Konzen. „Ich habe es mit Windsurfen versucht. Das war mir zu schwierig. Das hier sieht leichter aus“, sagt Gabriele Rübsaat.

Bugwellen als Herausforderung

Doch bevor es mit den Brettern auf das Wasser geht, erhalten die Teilnehmer noch eine kurze Einweisung. Trainerin Christina Bauer erklärt, wie man am besten auf dem Brett steht und wie man mit dem Paddel umgeht. „Ihr müsst das Paddel weit vorne einstechen und dann möglichst senkrecht bis zum Körper ziehen“, erläutert sie. Wer welches Brett bekommt, entscheidet sie je nach Größe, Gewicht, Volumen und Belastbarkeit der Sportgeräte. „Wir sollen die Bretter tragen wie eine Handtasche. So eine große hatte ich aber noch nicht“, amüsiert sich Gabi Schröder auf dem Weg zum See.

Schnell sind die ersten schon auf dem Wasser und paddeln kniend umher. „Tief ausatmen und nicht warten, bist du runterfällst. Locker in den Knien stehen und den Oberkörper etwas mitnehmen“, ruft Bauer, während der Wind die Stand-Up-Paddler rasch auf den See heraus trägt. In der Theorie klingt das einfach und leicht, und auch in der Praxis dauert es nicht lange, bis die meisten den Bogen raus haben.

„Wir halten uns links und nicht in der Mitte vom See, wegen der Segelboote“, sagt die Trainerin noch, dann macht es platsch, und der erste landet im Wasser. „Das passiert, wenn man übermütig wird und anfängt, Dinge auszuprobieren“, sagt Bauer.

Die Anlegestellen der Segelboote sind eine willkommene Gelegenheit, sich kurz zu setzen, festzuhalten und etwas zu verschnaufen, bevor es dann stehend weiter in Richtung Woffelsbach geht.

Als die Stella Maris der Rurseeschifffahrt vorbeikommt, wird es spannend, denn die Bug- und die Heckwellen des Schiffes bringen das Wasser ganz schön in Bewegung. „Es sieht aus, als käme nichts, es kommt aber immer was. Wenn die Wellen vom Schiff kommen, paddelt einfach frontal darauf zu“, ruft Bauer und alle Teilnehmer meistern die Herausforderung souverän. „Die Stella Maris macht die schönsten Wellen, die der ‚Aachen‘ sind eher harmlos“, weiß die Trainerin aus Erfahrung, schließlich betreibt sie ihre Stand-Up-Paddel-Schule schon seit dem Jahr 2010 am Campingplatz im Weidenbachtal in Rurberg. Der Name der Schule „SUPsafety“ ist dabei Programm, denn die Sicherheit ihrer Schüler steht für Christina Bauer immer im Vordergrund.

Fazit fällt eindeutig aus

In Woffelsbach an der Anlegestelle der Rurseeschifffahrt angekommen, werden die Bretter an Land gezogen und so positioniert, dass sie nicht wegschwimmen können. Die Paddel werden mitgenommen, damit sie nicht gestohlen werden. Beim Seepavillion direkt gegenüber gibt es eine kostenlose Erfrischung für die Teilnehmer der Sommeraktion, die Chefin gehört nämlich selbst zu der Paddelgruppe und hat spontan alle eingeladen.

Die kleine Rast ist gleichzeitig die Gelegenheit, um einige Fragen an die Trainerin zu richten. Und davon gibt es eine Menge, denn die Teilnehmer haben offensichtlich Spaß am Stand-Up-Paddeln und wollen mehr über diesen Sport erfahren. Sie wollen wissen, was so ein Brett kostet, ob man die Sportgeräte auch ausleihen kann, welche Kurse Christina Bauer anbietet und vieles andere mehr.

Die Rückfahrt nach Rurberg wird deutlich anstrengender, denn diesmal kommt der Wind von vorne. Einige werden das am nächsten Tag sicherlich in Form eines Muskelkaters deutlich spüren. „Das Stand-Up-Paddeln ist ein Ganzkörpertraining, hier werden Muskeln belastetet, die sonst wenig zum Einsatz kommen“, sagt Bauer.

Leicht erschöpft aber glücklich kommen schließlich wieder alle in Rurberg an. Wie viel Spaß die Aktion gemacht hat, steht den Teilnehmern ins Gesicht geschrieben und das Fazit fällt eindeutig aus: „Das war einfach klasse“, heißt es unisono.

Weitere Infos zur Stand-Up-Paddel-Schule gibt es im Netz.

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