Roetgen - Im Schutzgebiet legal gebaut

Im Schutzgebiet legal gebaut

Von: heg
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Roetgen. Die 2. Änderung des Flächennutzungsplans Willemslägerweg sahen die Mitglieder des Roetgener Bauausschusses kontrovers.

Dirk Meyer vom Bauamt der Gemeinde legte die Gründe dar, die zu dieser Änderung geführt hatten. Bei der Aufstellung des Bebauungsplans für den Willemslägerweg waren auf einigen Grundstücken keine überbaubaren Flächen festgesetzt worden, weil sie bei der Erstellung des Landschaftsplans Jahre zuvor dem Landschaftsschutzgebiet zugeordnet worden waren, obwohl sie schon seit Jahren mit nach damaligem Recht legal errichteten Gebäuden bebaut waren.

Eine Neubeurteilung des Bestandsschutzes für vorhandene Gebäude führte bereits 2010 zu einer Änderung des Plans, bis auf zwei Grundstücke wurde der Bestand der Gebäude durch die Ausweisung eines Baufensters abgesichert. In diesen beiden Fällen hatte die untere Landschaftsbehörde den Schutz der ökologisch hochwertigen Flächen über das Interesse der Eigentümer gestellt. Inzwischen habe die Behörde ihre Auffassung revidiert und zur Vermeidung ungewollter Härten das jetzt zu beschließende Baufenster zugestanden.

Dass dies erst nach „intensivem Einwirken” der Eigentümer geschehen sei, bezeichnete Meyer als unglücklich, da das jetzige Verfahren schon mit der ersten Änderung kostengünstiger und mit weniger Aufwand hätte abgewickelt werden können.

Für das zweite betroffene Grundstück gelte die Änderung ausdrücklich nicht, weil hier die Besonderheit hinzukomme, dass das Gebäude sehr weit von der Straße zurückliege und damit neben der Frage des Landschaftsschutzes auch die der städtebaulichen Ordnung berührt sei, die eine Bebauung nur innerhalb einer 40-Meter-Grenze vorsehe, erläuterte er.

Während die meisten einfach nur „froh und glücklich” waren, wie es Helmut Helzle (CDU) auf den Punkt brachte, dass die Angelegenheit für die Betroffenen nun zu einem guten Abschluss kommt, freute sich Gudrun Meßing (Grüne) zwar auch, fragte sich aber, inwieweit man dabei von der Willkür einer Person abhänge.

Der UWG gehe die Änderung indes nicht weit genug, erklärte Silvia Bourceau. Sie verwies auf den von ihrer Fraktion bereits bei der ersten Änderung gestellten Antrag, dass ein uneingeschränkter Bestandsschutz für alle legal errichteten Haupt- und Nebengebäude gesichert werden müsse. Es müsse ein Konsens für alle Bürger gefunden werden, betonte sie.
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