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Im Kluckbachtal klackert endlich wieder das Wasserrad

Von: fm
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Filigranarbeit musste Manfred Huppertz im Holderbachtal leisten, um das neue Wasserrad mit seinem Kran vom Frontlader eines Traktors in den Schacht einzulassen. Foto: Franz Mertens

Rohren. Die Sägemühle im Kluckbachtal brannte im Mai aus. Nur das Gatter der Mühle überstand den Brand ohne Schaden. Hütte und Wasserrad waren nicht mehr zu retten. Für Revierförster Bernd Drevermann, der die Sägemühle und den Waldlehrpfad schon seit Jahren betreut, stand fest: Der schöne Platz im Kluckbachtal darf nicht für immer verloren gehen.

Bevor aber an Abriss und Wiederaufbau zu denken war, musste die Finanzierung geklärt werden. Das ist inzwischen geschehen.

Im September machte sich Bernd Drevermann mit seinen Helfern, alles Handwerker, die sich mit Holz-, Metall- und Maschinenbau auskennen, ans Werk. Vor Ort beseitigten Drevermann und seine Leute die kümmerlichen Reste der alten Mühle. Nach den Aufräumarbeiten stand nur noch das Gatter auf dem Fundament. Der Überlauf zum Wasserrad musste teilweise abgerissen, Wasserrad und Hütte neu gebaut werden.

Bruno Schreiber aus Höfen hatte sich zur Aufgabe gemacht, ein nues Wasserrad nach den noch vorhandenen alten Plänen zu erstellen. In der vergangenen Woche war es endlich soweit. Das neue Wasserrad wartete in der Werkstatt von Bruno Schreiber auf den Abtransport ins Kluckbachtal.

Vor Ort bereiteten freiwillige Helfer des Vorstandes der Bergwacht alles fürs Einsetzen des Rades in den Schacht vor. Ein ganzer Container füllte sich mit Holzresten und Geröll, die aus dem Schacht entfernt werden mussten. Anschließend rückte Manfred Huppertz aus Mützenich bei strömendem Regen mit einem schweren Lkw und Hebebühne an.

An schweren Tauen befestigt, hob der Hubwagen das Wasserrad in die Höhe, vorbei an dichten Baumkronen, ehe es langsam im Schacht eingelassen wurde. Der Hebevorgang zog sich einige Zeit hin, weil immer wieder Korrekturen nötig waren, bis die Position genau passte.

Unter dem Beifall aller konnten am Ende die Schrauben der Verankerung angezogen werden. Das Wasserrad drehte die ersten Runden. Bernd Drevermann stellte erleichtert fest: „Das Rad hat eine ruhige Lauflage. Wir haben die Achse vorher vermessen lassen. Sie ist wirklich nicht beschädigt.”

Richtfest wird gefeiert

An der gegenüberliegenden Hangseite des Holderbachtales führt der Eifelsteig vorbei. Wanderer, die in Richtung Widdau unterwegs waren, blieben stehen und verfolgten neugierig und mit Spannung das ungewöhnliche Geschehen auf der anderen Bachseite. Auch hier klang Beifall auf, als die Aktion geglückt war.

Während die Helfer noch die Übersetzung zwischen Wasserrad und Gatter positionierten, blickte Bernd Drevermann schon in die nahe Zukunft. Ende November soll die neue Hütte stehen und der Überlauf wieder funktionstüchtig sein. Dann wird Richtfest gefeiert. Die Einweihung soll im nächsten Frühjahr stattfinden.
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