Paustenbach - Im „Hotel Paustenbach” fühlen sich die Schwalben wohl

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Im „Hotel Paustenbach” fühlen sich die Schwalben wohl

Von: hes
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Seit Jahren hängt Dr. Werner Ramisch Nisthilfen aus Beton unter das Dach seines Hauses. Die Tiere nehmen das künstliche Nest dankend an.

Paustenbach. Eine Schwalbe macht bekanntlich noch keinen Sommer, aber 17 komplette Schwalbenfamilien sollten dann doch für einen schönen Eifelsommer gut sein: Es ist mächtg was los am alten Bauernhaus von Familie Ramisch an der Paustenbacher Straße. Pausenlos fliegen die schwarz-weißen Luftartisten den Dachüberstand an und basteln emsig weiter an ihrem Sommerquartier.

Zwölf künstliche Schwalbenhäuser, sogenannte Betonnester, hat Werner Ramisch auch in diesem Jahr unter dem Dach angebracht. Doch da Schwalben sogenannte Koloniebrüter sind, haben sich hier auch diesmal einige gefiederte Neubürger eingefunden und selbst ein Nest gebaut, teils sogar zwischen den künstlichen Behausungen.

„Das ist allerdings in diesem trockenen Frühjahr und aufgrund unserer Lage gar nicht so einfach”, weiß der Paustenbacher Tierarzt. „Die Trockenheit der Vegetation im Frühjahr 2009 macht das Baumaterial brüchig, und auf dem recht weiten Weg vom Paustenbacher Venn bis hier ans Haus trocknet der Lehm im Flug”, hat Werner Ramisch beobachtet. Seine Hilfe in Sachen Baumaterial - eine Schale voll mit feuchtem Lehm - haben die kleinen Baumeister nicht angenommen.

Und dennoch zieht es die Tiere immer wieder zum Haus der Ramischs zurück, mutmaßlich ist der Schwalbennachwuchs 2008 in diesem Jahr an gleicher Stätte in die Elternrolle geschlüpft. „Früher waren es noch mehr Nester”, sagt Werner Ramisch und deutet auf den Anbau des Hauses, der gerade saniert wird.

„Das noch offene Fachwerk ist ein schönes Klettergerüst für Katzen, und das wissen die Schwalben und bauen dort lieber nicht”, so der Veterinär.

Während einige der Schwalbenfamilien noch bei den Bauarbeiten sind (gebaut wird übrigens grundsätzlich von innen nach außen, wobei zwei Schwalben zumeist im „Team” arbeiten), hat sich bei den meisten Pärchen bereits Nachwuchs eingestellt - wie die zarten Eierschalen unter den Nestern unmissverständlich zeigen. Hier sind die Eltern dann mit Futter zu ihrer Brut unterwegs.

Ist der Nachwuchs flügge, dann ist der Eifelsommer für die Eltern indes noch nicht zu Ende. „Zweimal brütet jedes Paar in der Saison, manchmal sogar dreimal”, freut Tierfreund Werner Ramisch sich auf einen langen Vogelsommer. Dieser ist erst zu Ende, wenn im Oktober die letzten Mehlschwalben das beliebte „Hotel Paustenbach” wieder Richtung Süden verlassen haben.
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