Nordeifel - Im August kein Sommertag in Kalterherberg

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Im August kein Sommertag in Kalterherberg

Von: kjl
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Regenwolken über dem Kranzbuch in Simmerath: Der Monat August geizte zwar mit Sonnenschein, aber nicht mit Gewittern und starken Regenfällen. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Ein von der Temperatur und dem Sonnenschein ausgeglichener, schwülwarmer Gewittersommer ist im August kühl zu Ende gegangen. In Erinnerung bleiben die heftigen Unwetter an den Pfingsttagen und die anhaltenden Niederschläge in allen drei Sommermonaten.

Vor allem das Aachener und Dürener Land waren von extrem hohen Regensummen betroffen, drei Beispiele werden hier hervorgehoben: Aachen 410 l/qm (zweithöchste Sommersumme seit der Gründung im Jahre 1844; Platz 1 belegt 1882 mit 418 l/qm); Roetgen nassester Sommer seit 1892 mit 518 l/qm; -Höfen neuer Sommerrekord mit 481 l/qm in drei Monaten seit mindestens 1953.

Aber zurück zur meteorologischen Beurteilung des Augusts 2014. Nach einem schwülwarmen Start folgten zum Leidwesen der Eifelurlauber drei kühle Wochen mit viel Regen. Nur vier Sommertage über 25 Grad wurden bis zum 9. August in den Niederungen registriert (Kalterherberg kein Sommertag). In den letzten 35 Jahren hatte nur der August 2006 nach der Fußball-WM noch weniger Sommertage. Die Spitzentemperaturen während der Hundstage blieben diesmal mit nur 28 Grad in Höfen und Aachen recht mild (Stolberg 28,7 Grad).

Der August war der erste zu kalte Monat in diesem bisher außerordentlich warmen Jahr. Die negative Abweichung betrug in Aachen -2,0 und in Simmerath -0,5 Grad. Dieser August zählte im Raum Aachen zu den zehn kältesten seit 1945.

Bei der Sonnenscheindauer war die Bilanz ebenfalls mager, es fehlte das stabile Sommerhoch. Manche Tage blieben grau in grau und zusätzlich reichlich nass. Verbreitet wurden nur 75 bis 85 Prozent der üblichen Sonnenstunden aufsummiert: Schöneseiffen 173 Stunden, Kalterherberg 153, Monschau Schulzentrum 170 und Aachen sogar nur 150 Stunden.

Da der August sehr negativ mit vielen Gewittern und wiederholten Starkregenfällen „glänzte“, fielen die Monatssummen deutlich überdurchschnittlich aus. Vom Wahlerscheider Forsthaus mit 181 l/qm stiegen die Regensummen auf 205 l in Kalterherberg und 237 l in Höfen, zum Teil also die zweieinhalbfache bis dreifache Monatssumme. Weiter nördlich lagen die Summen zwischen 150 l in Mützenich, 165 l in Simmerath und 183 l in Roetgen.

Der höchste 24-Stunden-Niederschlag wurde mit 71 l/qm vom Bahnhof Aachen gemeldet, an der Perlenbachtalsperre waren es 54 l/qm und in Stolberg 51 l/qm (gemessen am 26. August). Innerhalb von 48 Stunden fielen am 3. und 4. August bis zu 84 l/qm rund um Höfen. Nach diesen überdurchschnittlichen sommerlichen Regenfällen ist damit zu rechnen, dass der Herbst die Bilanz mit Trockenheit und Wärme wieder ausgleicht. Der Start in den September konnte jedenfalls gefallen.

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