Roetgen - Hotel an der Roetgen-Therme nimmt weitere Hürde

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Hotel an der Roetgen-Therme nimmt weitere Hürde

Von: ag
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Fußgänger und parkende Autos am Postweg in Roetgen. Dieses Problem löst auch der neue Bebauungsplan nicht. Foto: P. Stollenwerk

Roetgen. Das Hotelprojekt an der Roetgen-Therme hat eine weitere Hürde genommen. Der Bauausschuss der Gemeinde hatte nach der Beteiligung der Öffentlichkeit jetzt erneut über den Bebauungsplan zu entscheiden, der im Bereich Bundesstraße/Postweg eine Mischbebauung bei zweigeschossiger Bauweise vorsieht.

Besondere Bauchschmerzen bereiten die Pläne den Vertreten der UWG, der Grünen und Frank Martin von der SPD. Im Mittelpunkt ihrer Kritik standen erneut die beengte Verkehrssituation im Postweg und der hintere Bereich der Roetgen-Therme, wo sich die Liegewiese befindet.

Wanderer beengt

Der Postweg, der auch Teil des Eifelsteigs ist, werde von den Gästen der Therme regelmäßig zugeparkt, so dass sich Fußgänger an den parkenden Autos vorbei quetschen müssten, kritisierten die Bedenkenträger. Außerdem käme es dort bei Anlieferungen immer wieder zu Problemen.

Silvia Bourceau (UWG) hätte gerne im Sinne der Verkehrssicherung vier bis fünf Parkplätze im Postweg geopfert. Sie hakte nach, ob auch der ruhende Verkehr untersucht worden sei. Diese Frage wurde von der Verwaltung mit einem Nein beantwortet. Frank Martin (SPD) wollte den Postweg im Interesse der Anwohner am liebsten zurückbauen. Worauf Bürgermeister Manfred Eis anmerkte, dass eine solche Maßnahme für die Anwohner unter Umständen abgabenpflichtig sein könne. Gerd Pagnia (Grüne) verwies darauf, dass der ruhende Verkehr schon seit Jahren ein Ärgernis sei. Er sah auch keine Notwendigkeit für die Gemeinde, Parkflächen im Postweg auszuweisen, „da die Therme selbst Parkplätze vorweisen muss“.

Unbehagen bereitete der UWG auch die Ausweisung des hinteren Bereichs der Therme als Mischgebiet und der damit zusammenhängenden Zulässigkeit von genehmigungsfreien Anlagen (dazu gehören Gebäude mit einem umbauten Raum von nicht mehr als 30 Kubikmetern). Es bestehe die Gefahr, dass dort mehr entstehen könne, als der Nachbarschaft lieb sei. Daher müsse ihre Fraktion leider das ganze Projekt ablehnen, erklärte Bourceau.

Die Verwaltung teilte diese Bedenken nicht. Auch den Grünen war nicht ganz wohl. Das werde aber nicht dazu führen, dass seine Partei das Projekt komplett ablehnen werde, sagte Pagnia.

SPD, CDU und FDP beschlossen schließlich die Aufstellung des Bebauungsplans gegen die Stimmen der UWG und bei Enthaltung der Grünen.

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