Monschau - Holzmarkt Monschau: Ein Schandfleck verschwindet

Holzmarkt Monschau: Ein Schandfleck verschwindet

Von: Andreas Gabbert
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Hier soll ein neuer Glanzpunkt der Altstadt entstehen: Das stützende Stahlgerüst am Holzmarkt wurde entfernt. Bis 2010 soll das Haus saniert sein. Foto: Andreas Gabbert

Monschau. Die Stadt Monschau hat viele schöne Flecken, aber auch einen besonders hässlichen. Seit Jahren verhindert ein großes Gerüst den Einsturz des ältesten Gebäudes der Stadt am Holzmarkt 5. Damit ist jetzt Schluss, das Gerüst wurde am Mittwoch entfernt. Dort soll ein neuer Glanzpunkt entstehen.

„Für den Denkmalschutz und den Erhalt des Hauses war die Abstützung wichtig”, erklärt Danny Jansen, Vorarbeiter des ausführenden Bauunternehmens. Er sagt, dass das Gerüst acht Jahren gestanden habe.

Er und seine Mitarbeiter trugen das Ungetüm vorsichtig Stück für Stück ab, um keine angrenzenden Gebäude zu beschädigen. Die Querstreben wurden mit Hilfe eines Krans demontiert.

„Guter Tag für die Stadt”

Froh sind vor allem die Anwohner. „Das wurde ja auch Zeit, dass dieser Schandfleck wegkommt”, hörte man nicht nur einmal. Auch die Beigeordnete der Stadt Monschau, Margareta Ritter, spricht von einem „guten Tag für die Stadt”. „Wir freuen uns, dass das Gesamtbild wieder schöner erscheint, und dass es auch für die Anwohner angenehmer wird”, sagte Ritter.

Einen Hinweis auf das Alter des Gebäudes liefert die Bausubstanz. Es ist aus heimischem Schieferbruchstein gemauert, während das Rote Haus 1752 bereits aus Ziegeln gebaut wurde, die extra aus dem Selfkant geholt werden mussten, erläutert Jansen. So ließen sich Rückschlüsse zur Entstehung ziehen.

Das Haus Holzmarkt 5 wird nunmehr gemeinsam mit dem Objekt Holzmarkt 3 umgebaut. In Zukunft soll das Stadtarchiv mit dem Heimat- und Geschichtsverein Monschauer Land in dem 1663 als Amtshaus der Herzöge von Jülich erbauten Haus eine neue Heimat finden. Die Ausstellung Tuchmachertradition soll ebenfalls dort untergebracht werden.

250 Quadratmeter werden für die Nutzung als Stadtarchiv zur Verfügung stehen. Der Bauaufwand umfasst 760.000 Euro, die zu 70 Prozent vom Land NRW aus Städtebaufördermitteln gefördert werden. Die Maßnahme soll bis Mitte 2010 abgeschlossen werden.

Bis dahin sind noch einige Sanierungsarbeiten notwendig, insbesondere für die Dacharbeiten wird bald wieder ein Gerüst aufgebaut. „Auch wenn jetzt ein neues Gerüst aufgestellt wird, so ist das doch ein anderes Signal. Nun geht es um Aufbauarbeit, und nicht mehr um die Absicherung der Einsturzgefahr”, sagte Ritter.

Dass das alte Amtshaus nun endlich saniert und schließlich neu genutzt werde, dies gehöre zu den „schönsten Ergebnissen” seiner Arbeit als Ortsvorsteher, sagte Alexander Lenders bereits Anfang des Jahres auf dem Parteitag der Altstadt-CDU. Ein „Schandfleck” verschwinde und mache gleichzeitig deutlich, dass bereits etliche Häuser renoviert worden seien. „Wir müssen das Altstadt-Bild dort wieder aufbauen, wo es zusammenfällt”, mahnte Bürgermeister Theo Steinröx an gleicher Stelle.
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