Hohe Nachfrage: Kinderbetreung wird ausgebaut

Von: heg
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Noch völlig unklar und zurzeit eher unsicher ist, ob die Integrative AWO-Kindertagesstätte zum Beginn des nächsten Kindergartenjahres ihr neues Domizil an der Hauptstraße beziehen kann. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Eltern haben in Roetgen keine Probleme, einen Betreuungsplatz für ihren noch nicht schulpflichtigen Nachwuchs zu finden. Im Bildungs-, Jugend, Sozial- und Sportausschuss legten Vertreter des Städteregions-Jugendamtes jetzt die aktuellen Zahlen vor.

Zwar sei das Anmeldeverfahren noch nicht abgeschlossen, doch Überraschungen seien nicht zu erwarten, erklärte Alexander Franzen, der für die Bedarfsplanung zuständig ist. Für die 238 Kinder zwischen drei und sechs Jahren, die einen gesetzlich verankerten Anspruch haben, stehen zurzeit 245 Plätze zur Verfügung, so dass eine kleine Reserve für zuziehende Familien bleibt. Die Nachfragequote sei in Roetgen sehr hoch.

Schwerpunktthema der letzten Jahre sei der Ausbau der U3-Betreuung gewesen. „Da hat sich richtig was getan”, zog Franzen eine sehr positive Bilanz. Für 69 infrage kommende zwei- bis dreijährige Kinder gibt es 63 Plätze in den Roetgener Einrichtungen, 50 sind bisher angemeldet.

Verzögerung nicht vorherzusehen

Ein Phänomen in Roetgen sei die Nachfrage nach Plätzen für unter Zweijährige, die hier doppelt so hoch wie in der übrigen Städteregion sei. Eine Bedarfsdeckung von 36 Prozent, bezogen auf alle infrage kommenden Kinder, sei hier nur gewährleistet unter der Voraussetzung, dass keine weiteren Zuzüge erfolgten und der neue AWO-Kindergarten mit 20 zusätzlichen Plätzen eröffnet werden könne.

Den zum Beginn des neuen Kindergartenjahres 2011 geplanten Eröffnungstermin sieht Franzen allerdings als nicht mehr realistisch an, weil die Landesmittel noch nicht freigegeben sind.

Man habe ihnen mit Hinweis auf den bestehenden Zeitdruck „die Pistole auf die Brust gesetzt”, um dem Bau auf einem umstrittenen Grundstück zuzustimmen, ärgerte sich Wolfgang Schruff (CDU) über diese Mitteilung. Die jetzt eingetretenen Verzögerungen seien nicht vorherzusehen gewesen, beteuerte Bürgermeister Manfred Eis.

Eine eventuell eintretende Lücke im Betreuungsangebot soll durch verstärkten Einsatz von Tagesmüttern abgedeckt werden, allerdings müssten auch hier erst zusätzliche Kräfte gewonnen werden.

Zu den Öffnungszeiten führte Franzen aus, dass die 25-Stunden-Betreuung praktisch nicht nachgefragt werde, rund Zweidrittel der Eltern entschieden sich für 35, ein Drittel - mit steigender Tendenz - für 45 Wochenstunden.

Bei den U3-Kindern werden für den längeren Zeitraum sogar fast 50 Prozent nachgefragt, für Franzen ein Indiz, dass die Betreuung jüngerer Kinder häufig wegen Berufstätigkeit erfolgt.

Die hohen Anmeldezahlen wertete Silvia Bourceau (UWG) auch als Zeichen, dass die Eltern ein großes Vertrauen in die gute Arbeit der Roetgener Einrichtungen setzen.
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