Hochzeitsfeiern: Romantik für Paare, Wirtschaftsfaktor für Restaurants

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:

Monschau. So viele Bräute wird Monschau selbst morgen, am 09.09.2009 nicht sehen: Am Sonntagnachmittag staunten die Touristen nicht schlecht, als acht junge Bräute begleitet von nur drei Bräutigamen durch die Monschauer Straßen zogen.

Doch die jungen Frauen wollten keineswegs alle den Bund der Ehe eingehen, sie führten lediglich ihre Hochzeitskleider bei einer Modenschau spazieren.

Acht Bräute an einem Tag gibt es in Monschau normalerweise nicht, aber Hochzeiten können die Passanten freitags und samstags fast immer bestaunen. „Jedes Jahr heiraten in Monschau 100 bis 110 Paare”, erzählt Standesbeamter Josef Moeris.

Nur wenige (knapp ein Viertel) entscheiden sich für das Monschauer Rathaus. Die meisten Paare geben sich lieber im Haus Troistorff - umgeben vom romantischen Ambiente der historischen Altstadt - das Ja-Wort. „Das historische Ambiente sagt den Leuten einfach viel mehr zu, als ein einfaches Trauzimmer”, weiß der Standesbeamte.

Die meisten Brautpaare kommen aus dem Altkreis Monschau aber auch aus Aachen, Köln und sogar aus Berlin und Hamburg zieht es Paare in die idyllische Altstadt. Das Standesamt hat sich dem Trend angepasst und ist im Internet präsent. „Wir bekommen sehr viele Anfragen über unsere Internetseite”, erklärt Moeris.

Morgen, am 09.09.2009, ist wieder so ein Tag, an dem es Verliebte mit Präferenz für ein leicht zu merkendes Datum an die Standesämter zieht. Obwohl der 09.09 ein Wochentag ist, ist das Monschauer Standesamt mit vier Trauungen ausgebucht.

Für ein Brautpaar ist eine Hochzeit romantisch, für eine Stadt mit ihren Restaurants und Cafs stehen wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund. „Hier gibt es ein Potential für große Feste”, weiß Anja Sauren von der Monschau-Touristik. „Sehr viel häufiger noch als etwa vor 10 Jahren, werden die Hochzeiten auch in Monschau gefeiert, einige Gäste übernachten auch in der Stadt”, so Sauren.

„Wir richten 10 bis 15 Hochzeiten pro Jahr aus”, erzählt Klaus Zimmermanns, Inhaber der Hubertusklause. Große Sausen könne das kleine Restaurant allerdings nicht ausrichten. Die finden eher im Carat-Hotel, der Markthalle oder dem Hotel Perlenau statt. Jürgen Thiemann, Chef des Rur-Cafés, sieht jedoch gerade in kleinen Feiern eine Chance.

„In Monschau werden vor allem standesamtliche Trauungen gefeiert und da sind oft um die 30 Gäste eingeladen”, so Thiemann. „Auch Personen, die zum zweiten oder dritten Mal heiraten, feiern meist eher klein und fein”, so Thiemann. Dadurch könnten nicht nur große Restaurants, sondern auch kleinere Betriebe von der „Heiratsstadt Monschau” profitieren.

Die Hochzeitsmesse habe er zunächst mit gemischten Gefühlen betrachtet, aber die Teilnahme habe sich gelohnt. „Wir hatten die Möglichkeit uns darzustellen und wir haben schon einige Anfragen erhalten”, zieht Thiemann eine positive Bilanz für seinen Betrieb.
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