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Hochzeitsdatum soll unvergesslich bleiben

Von: Carmen Krämer
Letzte Aktualisierung:
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Der 10.10.10 macht´s möglich: Das Monschauer Standesamt legt am Sonntag eine Sonderschicht ein.

Nordeifel. Die Worte „Ja, ich will” oder auch nur „Ja” sagen Mann und Frau hierzulande meist freitags oder samstags. An diesem Wochenende ist das anders.

Das Monschauer Standesamt traut auch am Sonntag im Haus Troisdorf zwei Paare, die sich lieben und achten und vor allem ein besonderes Datum für ihre Eheschließung haben wollen.

Der 10.10.2010 ist schließlich eines der beiden Schnapszahldaten, die in diesem Jahr im Kalender zu finden sind und damit die Garantie gegen Ausreden, den Hochzeitstag zu vergessen. Auch für Mittwoch, den 20.10.2010, ist imMonschauer und im Simmerather Standesamt jeweils eine Hochzeit geplant.

„Für diese Tage gibt es immer eine rege Nachfrage”, beobachtet der Standesbeamte Josef Moeris aus Monschau. „Wahrscheinlich liegt das daran, dass man sich diese Tage gut merken kann”, erklären sich Moeris und seine Kolleginnen aus Simmerath und Roetgen die Wahl der Paare.

Sogar für den 11.11.2011 gebe es in Monschau bereits Interessenten und der Tag sei eigentlich schon ausgebucht, bemerkt Moeris weiter. Allerdings ist die Prüfung zur Eheschließung immer nur ein halbes Jahr gültig, sodass sich dieser Termin zum Einlaufen in den Hafen der Ehe erst Mitte des nächsten Jahres festlegen lässt.

Symmetrische Daten bleiben aus

Auch in Simmerath und Roetgen hat es im Laufe des Jahres Anfragen für den 10.10.2010 gegeben, aber dort werden Sonntag keine Trauungen stattfinden.

Dabei ist dieser Tag wohl eine der vorerst letzten Möglichkeiten, ein einprägsames Hochzeitsdatum zu erwischen, denn ab 2013 wird es solche symmetrischen Daten nicht mehr geben.

„Neben den Daten mit Zahlendrehern sind auch Geburtstage, insbesondere runde, wie der Dreißigste oder der Vierzigste, sehr beliebt”, nennt Susanne Schreiber, Standesbeamtin aus Simmerath eine Alternative zu den Schnapszahlen.

Aus diesem Grund könne auch eigentlich nicht mehr von typischen Heiratsmonaten, wie es früher zum Beispiel der Wonnemonat Mai war, gesprochen werden, denn „die Leute heiraten das ganze Jahr über” erklärt auch die Roetgener Standesbeamtin Petra Nickel.

„Das kann steuerliche Gründe haben oder an der Jahreszeit liegen oder auch einfach am Datum, das sich die Leute gut merken können”.

Bleibt zu hoffen, dass der Mann trotz einprägsamen Datums die Blumen am Hochzeitstag nicht vergisst und dadurch die Schnapszahl nicht zum Scheidungsgrund wird.
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