Aachen - Hochspannung über dem Kreuz

Hochspannung über dem Kreuz

Von: udo
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Keine Tribüne oder Brückenkonstruktion: Die Gerüste sollen verhindern, dass Stromseile auf die Fahrbahn stürzen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Kaum eine Woche vergeht derzeit, ohne dass im Aachener Autobahnkreuz eine neue Baustelle aufgemacht wird. Bereits seit einigen Wochen und Monaten sorgen diverse Brückenarbeiten und Fahrbahnverengungen zeitweise für Stop-and-go-Verkehr auf den Autobahnen 4, 44 und 544 rund um Aachen.

Seit einigen Tagen sind sogar die Gerüstbauer kräftig zugange, die am Wegesrand zwei mächtige Stahlrohrwände hochziehen. Was von weitem zunächst wie eine Zuschauertribüne oder eine Brückenkonstruktion aussieht, hat bei näherem Hinsehen indes eine ganz andere Funktion: Zwischen den beiden Gerüsten wird nach Auskunft des Energieversorgers RWE in den nächsten Tagen ein Netz quer über die Fahrspuren mit dem Ziel gespannt, dass bei den folgenden Bauarbeiten kein Stromseil aus luftiger Höhe auf die Autobahn stürzt.

Der Hintergrund: Während sich ebenerdig PS-starke Autos und Lastwagen täglich zu Tausenden durch das Nadelöhr quälen, überspannt einige Meter über dem Asphalt eine 110.000-Volt-Hochspannungsleitung den kompletten Verkehrsknoten. Und da der Umbau des Kreuzes auch mit einem Ausbau verbunden ist, muss der Energieriese RWE vier jeweils 36 Meter hohe Strommasten verlegen.

Während die Fundamente der Metallkolosse an den neuen Standorten teilweise von der Fahrbahn aus zu sehen sind, wird in knapp einer Woche die alte Leitung mit ihren insgesamt sechs Seilen gekappt. Daher werden am Sonntag, 22. November, für rund eine halbe Stunde nicht alle, aber einige Fahrspuren im Autobahnkreuz gesperrt.

In den folgenden Tagen werden die alten Masten demontiert. Zudem werden die neuen Masten Anfang Dezember mit Stromseilen bestückt. Vor Weihnachten soll der Saft, der während der Maßnahme umgeleitet wird, schließlich wieder fließen. Versorgungsprobleme werde es in den kommenden Wochen deswegen nicht geben, heißt es bei RWE. Weitere kurzfristige Sperrungen seien während der Arbeiten indes möglich.

Bereits am kommenden Sonntag, 15. November, wird die A44 zwischen Aachen-Brand und Kreuz Aachen ab 8 Uhr für rund 15 Minuten in beiden Fahrtrichtungen komplett gesperrt. Der Grund: Eine Überlandleitung wird demontiert.
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