Hoch-Technologie hinter alten Mauern

Von: Jürgen Ammann
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Auf dem ehemaligen Fabrikgelände Dreistegen vor den Toren der Altstadt Monschau ist heute Hoch-Technologie beheimatet. Foto: P. Stollenwerk
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Informationen aus erster Hand erhielt die CDU-Mittelstandsvereinigung Nordeifel in Dreistegen durch Dr. Oliver Kayser (3. v.r.). Foto: J. Ammann

Monschau. Die kleine Siedlung Dreistegen am Zusammenfluss von Perlenbach und Rur vor den Toren der Altstadt Monschau verbindet man in erster Linie mit der einst blühenden Monschauer Tuchindustrie, doch hier verbirgt sich weit mehr als alte Backsteinbau-Nostalgie.

Informationen aus erster Hand zu erhalten und Eindrücke von einem modernen, innovativen mittelständischen Betrieb in Monschau mitzunehmen, dazu trafen sich jetzt Teilnehmer der CDU-Mittelstandsvereinigung Nordeifel in Dreistegen. Dr. Oliver Kayser, Inhaber und Geschäftsführer der Dreistegen GmbH begrüßte die Teilnehmer mit den Worten „Es ist wieder Leben in Dreistegen“. Er erläuterte seine Beweggründe sich im Jahre 2008 in Monschau anzusiedeln. Seine Liebe zur Eifel und seine Zielsetzung sich wirtschaftlich aktiv im ländlichen Raum zu betätigen waren wesentliche Gründe für ihn, das Gelände zu erwerben.

Dreistegen ist eine uralte Industriefläche, die zu Tuchmacherzeiten ihre Blütezeit erlebte, aber in den letzten Jahrzehnten brach lag. „Hier kann ich arbeiten, hier kann ich entwickeln und meine Gedanken und Ideen umsetzen, und hier habe ich gute Voraussetzungen“ stellte der promovierte Festkörperphysiker mit sichtbarer Zufriedenheit fest.

Das Monschauer Unternehmen Dreistegen begann 2008 zunächst als Ein-Mann-Unternehmen. Nach dem Kauf der ehemaligen Kultur- und Betriebsstätte Dreistegen wurde die gleichnamige Firma im Frühjahr 2008 gegründet. Im Laufe des Frühjahres wurden Maschinen aufgebaut, erste Mitarbeiter eingestellt, Prozesse und Verfahren der Plasmaoberflächenveredelung eingefahren und das aktive Geschäft gestartet. Kayser: „Heute sind wir ein aufstrebendes und modernes Unternehmen mit 19 Beschäftigten und ständig fortschreitender Entwicklung. „Wir wollen und werden uns erweitern“, so Dr. Kayser in seinen Ausführungen. Daher sei man stets auf der Suche nach qualifizierten und motivierten Mitarbeitern.

Dass mit der Dreistegen GmbH ein Hochtechnologie-Unternehmen in Monschau beheimatet ist, wurde allen Anwesenden spätestens klar, als Kayser die Kernaktivitäten seiner Produktion erläuterte. Diese sind das Plasma-unterstützte Randschichthärten (Plasmanitrieren), die Physikalische Dampfabscheidung (PVD) und die Chemische Dampfabscheidung (CVD) von Umform-, Spritzguss- und Extrusionswerkzeugen für Kunden aus dem In- und Ausland.

Vorrangig deutsche Unternehmen aber auch Unternehmen aus nahezu allen europäischen Staaten einschließlich dem osteuropäischen Raum gehören zum Kundenstamm der Dreistegen GmbH. Kayser: „Als innovativer Nischenanbieter bewegen wir uns in einem stabilen Marktumfeld“.

Über die eigentliche Plasmaoberflächenveredelung hinaus biete man auch Hochglanzpolituren für Werkzeuge an, und man sei im Gegensatz zu d en Marktbegleitern in der Lage auch Innenbeschichtungen vorzunehmen“ ergänzte der in Monschau wohnende Physiker.

In einem Rundgang durch das Unternehmen konnten sich die CDU- Kommunalpolitiker ein Bild vom Ablauf des Beschichtungsprozesses machen. „Das ist Hochtechnologie vom Feinsten und ein Beispiel für innovatives Unternehmertum“ stellte Jacqueline Huppertz, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Mittelstandvereinigung Nordeifel anerkennend fest. „Die Wiederbelebung des Dreistegen-Geländes durch dieses leistungsfähige Hochtechnologie-Unternehmen, und den werteorientierten Ansatz des Inhabers, Beschäftigung für regionale Mitarbeiter zu bieten unter Erhalt bzw. Erneuerung der historischen Infrastruktur und der Gebäude, das ist schon toll, beispielgebend für viele und große Klasse“ zeigte sich Micha Kreitz, Fraktionsvorsitzender der CDU Monschau, bgeistert.

„Wir schaffen Werte, die es gilt zu pflegen“, betonte Unternehmensleiter Kayser. „Unsere Kunden nehmen sehr positiv wahr, dass ein Mittelständler in der Region aktiv ist und etwas macht“. Deutlich und sehr präzise forderte er aber eine bessere Verkehrsanbindung für Unternehmen in der Region. „Der vierspurige Ausbau der B258 ist nicht nur wünschenswert, er ist notwendig“. Monschau habe Potenzial und sicherlich eine gute Zukunft. „Diese ist nicht selbstverständlich und muss erarbeitet werden“ appellierte der aktive und innovative Mittelständler abschließend an seine Gäste.

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