Aachen - Hinweise aus der Bevölkerung führen zu Dilaras Befreiung

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Hinweise aus der Bevölkerung führen zu Dilaras Befreiung

Von: Matthias Hinrichs
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Bei ihm liefen alle Fäden zus
Bei ihm liefen alle Fäden zusammen: Norbert Wagner, Kriminaldirektor aus Köln. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Auf der Zielgeraden eines Fahndungsmarathons, wie ihn die Region selten erlebt hat, ging alles rasend schnell. „Wir haben gesehen, dass immer wieder vermeintliche Pärchen an diesem Laden vorbeispazierten und eifrig telefonierten”, berichtet eine Augenzeugin.

Das war, wie sich bald herausstellte, der Startschuss zum spektakulären Zugriff am Donnerstagabend in jenem Callshop in der Eschweiler City.

„Kurz darauf haben wir die gleichen Leute im Geschäft beobachtet, sie hatten jetzt Sturmhauben auf”, erzählt die 23-Jährige.


Bis dahin hatte sich die Fahndung äußerst schwierig gestaltet. Weil man fürchtete, dass der Täter die Nerven verlieren könnte, habe man sich erst spät entschlossen, die Öffentlichkeit einzubeziehen, so Oelze.

„In seinem Umfeld sind wir auf eine Mauer des Schweigens gestoßen”, sagte van Uden. Letztlich habe es nur rund 20 Hinweise gegeben - und dies, obwohl der Täter, der aus dem Irak stammt und als Asylbewerber ohne festen Wohnsitz oft in der City unterwegs gewesen sei, in seinem „Milieu” durchaus bekannt gewesen sei.

Der 34-Jährige muss nun mit einer Gefängnisstrafe nicht unter fünf Jahren rechnen. Klar scheint inzwischen, dass er die Mutter des Mädchens zwingen wollte, ihm den Kontakt zu seinem leiblichen, zweijährigen Kind zu ermöglichen. Die kleine Dilara muss das Geschehene nun auch mit Hilfe einer Psychologin bewältigen. „Das Kind ist erheblich traumatisiert”, sagte Deller.

Im Klinikum ist das Mädchen inzwischen auch untersucht worden. Deller: „Körperlich ist sie nach bisherigen Erkenntnissen unversehrt.”


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