Hilfe für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite stehen

Von: wm
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Die Bürgermeister von Monschau und Roetgen, Theo Steinröx und Manfred Eis dankten beim Jahresempfang des Lionsclub Monschau (Mitte: Präsident Gisbert Kurlfinke, links: Clubmaster Jochen Graf und rechts: Projekte Karl Rambadt) für das soziale Engagement in den Gemeinden des Südkreises. Foto: Walter Mertens

Monschau. „We serve” („wir dienen”) ist der Leitgedanke der Lionsbewegung. Und auch der Lionsclub Monschau arbeitet gemäß diesem Leitbild und unterstützt diejenigen, die nicht auf der Sonnenseite der Gesellschaft stehen. Im Jahre 2008 konnten Projekte auf internationaler Ebene und in der Region mit mehr als 24.000 Euro gefördert werden.

Am Sonntag trafen sich die Mitglieder des Lionsclub Monschau im Haus Troistorff in Monschau zum Jahresempfang. Gisbert Kurlfinke durfte neben den zahlreich erschienenen Mitgliedern und Sponsoren auch die Bürgermeister der Stadt Monschau, Theo Steinröx und der Gemeinde Roetgen, Manfred Eis begrüßen. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang durch den Kammermusikkreis Simmerath unter der Leitung von Friedhelm Schütz.

Ein Netzwerk guter Beziehungen

Die Lions Bewegung, gegründet im Jahre 1917 in Chicago, hat es sich seit ihren Anfängen zum Ziel gemacht, durch ein Netzwerk guter Beziehungen die finanzielle Grundlage zu schaffen, um sich in vielfältiger Weise in sozialen Projekten zu engagieren.

Auch der Monschauer Lionsclub, der 1993 gegründet wurde, versteht sich als Schirmherr vielfältiger sozialer Projekte. Seit nunmehr 16 Jahren schaut der Lionsclub Monschau sehr genau hin, wenn es gilt, sich sozial zu engagieren. Viele der Projekte, die in den Südkreis-Gemeinden inzwischen auf einem guten Weg sind, wären ohne den Lionsclub so nicht realisiert worden.

Aber auch internationale Projekte fördert der Monschauer Club. Im Jahre 2008 wurden drei Projekte auf internationaler Ebene gefördert. In die zahnmedizinische Entwicklungshilfe in Peru flossen 5000 Euro, in das Projekt „Menschen helfen Menschen” in Haiti wurden 500 Euro investiert, und ein Kinderheim in Rumänien wurde mit 1500 Euro gefördert.

Sein Hauptaugenmerk legt der Club aber auf die Förderung vor Ort, fast 17.000 Euro wurden in Projekte in der Region gesteckt. Dabei ist das Engagement des Clubs vielfältig. Neben der Förderung der Hochbegabten, der Pfadfinder, der Kindergärten und der Vereine sind besonders hervorzuheben die Unterstützung der Monschauer Tafel (hier übernimmt der Lionsclub die Kosten der Miete für die Räumlichkeiten in Imgenbroich) und die Projekte „Lions Hilfe Postkasten” und „Lions-Quest”.

Mit dem Projekt Postkasten hilft der Club auf unbürokratische Weise Hilfsbedürftigen der Region. Postkästen hängen an der Antoniuskapelle in Monschau, an der Tafel in Imgenbroich und in Simmerath. In diese Kästen kann jeder sein Hilfegesuch für sich oder andere einwerfen. Die Hilfegesuche werden von einer Arbeitsgruppe des Clubs recherchiert und mit den zuständigen Stellen (Sozialamt/Jugendamt) abgeglichen, bevor man unbürokratisch Hilfe leisten kann. Da wird dann schon einmal die Versicherungspolice für das Mofa eines hilfsbedürftigen 60-Jährigen übernommen oder einer Mutter für eine Woche ein Auto geliehen, damit sie zum Klinikum fahren und ihrer Tochter, die im Koma liegt, in den letzten Tagen ihres Lebens beistehen kann.

Das Projekt „Lions-Quest” ist nach eigenem Bekunden des Clubs das erfolgreichste und beste Projekt in der Clubgeschichte. Es dient der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen zwischen zehn und 15 Jahren zur Konfliktbewältigung. Der Lionsclub organisiert und finanziert Seminare an den Schulen des Südkreises, um die Lehrer für die Probleme junger Menschen zu sensibilisieren. Ausnahmslos positive Rückmeldungen haben den Club zu diesem Projekt erreicht.

Dass die Projekte wichtig und notwendig sind, dies betonte auch Bürgermeister Theo Steinröx, der seitens der Stadt- und Gemeindeverwaltung dem Club auch im Namen seines Roetgener Amtskollegen Manfred Eis für sein soziales Engagement dankte.

Die vielfältigen Aktivitäten müssen natürlich finanziert werden. Und hier kann der Club neben den vielen Einzelspenden auf drei Standbeine zurückgreifen. Da ist zunächst einmal die Sammlung von Zahngold zu nennen. 14 Zahnärzte der Region von Aachen-Brand über Roetgen und Simmerath bis Monschau sammeln in ihren Praxen Zahngold. Für den einzelnen Patienten kaum ein Wert, macht es doch in der Summe den stolzen Betrag von über 15.000 Euro aus, der 2008 in die Kasse des Lionsclubs floss.
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