Hilfe für Familien in Monschau gefragter denn je

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Das Team der Beratungsstelle 2012: Michael Leblanc (Diplomsozialpädagoge), Rita Frohn (Diplomsozialpädagogin), Nadja Baum (Diplomsozialpädagogin), Hildegard Heider (Diplompsychologin), Anne Klubert (Diplomsozialpädagogin) und Angelika Jöbges (Sekretariat). Foto: Caritas

Monschau. Die Erziehungs- und Familienberatung der Caritas ist gefragter denn je: In 485 Fällen wurden im vergangenen insgesamt 1352 Personen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Caritas-Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in Monschau direkt beraten. Dies geht aus dem nun veröffentlichten Jahresbericht der Einrichtung hervor.

Unter den Personen, denen geholfen wurde, sind neben Elternteilen auch Elternpaare, Kinder und Jugendliche einzeln, ganze Familien und andere beteiligte Helfer und Fachpersonen wie Lehrer und Erzieherinnen. „Die Zahlen sind im Vergleich zum Vorjahr auf hohem Niveau konstant geblieben“, zeigt Michael Leblanc, der Leiter der Einrichtung im Herzen der Monschauer Altstadt die Notwendigkeit dieses Angebots auf.

Die Ratsuchenden wenden sich mit den verschiedensten Fragen zur Erziehung und zum familiären Zusammenleben an die Beratungsstelle.

Die Kontaktaufnahme erfolgt freiwillig; die MitarbeiterInnen stehen unter Schweigepflicht. Der Großteil der Klienten hat Kinder im Grundschulalter, bzw. in Vorpubertät und Pubertät. In diesem Alter finden besonders gravierende Entwicklungsveränderungen statt, tauchen daher in Familien besondere Herausforderungen auf.

Zugenommen hat die Zahl der Beratungen bei jüngeren Kindern. Hier setzt Beratung als Teil früher Hilfen an, erhalten Familien gezielt Unterstützung, bevor sich Unsicherheiten oder Probleme verfestigen. Die Beratungen bei Fällen von Trennung und Scheidung, auch in hochstrittigen Situationen, nehmen ebenfalls zu. Immer häufiger verweist das Gericht im Familienrechtsprozess an die Beratungsstelle. Der Einsatz bei emotional hoch beteiligten Menschen erfordert dabei besonderen Einsatz der Beraterinnen und Berater.

Gruppe für Trennungskinder

In einer Gruppe für Kinder, deren Eltern in Trennungs- und Scheidungssituationen sind, erfuhren diese eine eigene Form der Unterstützung. Im Austausch mit Gleichaltrigen, unter fachlicher Begleitung und mit verschiedensten methodischen Hilfsmitteln konnten sie ihre Ängste und Sorgen, sowie die schwierigen Erlebnisse bearbeiten. Sobald genügend betroffene Kinder angemeldet sind, kann eine neue Gruppe starten.

Dass die Beratung hilft und von den Ratsuchenden als unterstützend erlebt wird hat die Zufriedenheitsbefragung zu Beginn des vergangenen Jahres eindrücklich gezeigt: 92 Prozent der Klienten waren mit der Beratung zufrieden und würden sie an andere Eltern weiterempfehlen.

Einzeltherapie für Kinder und Jugendliche wurde 2012 in erhöhtem Maße angeboten. Hier zeigt sich in der Eifel ein deutlicher Bedarf. In diesen Fällen sind seelische Beeinträchtigungen und/oder Verhaltensauffälligkeiten so ausgeprägt oder chronifiziert, dass eine Behandlung, in der Regel neben regelmäßiger Beratung der Sorgeberechtigten, erforderlich ist.

Die Möglichkeit der Psychodiagnostik rundet das Angebot der Monschauer Beratungsstelle ab; Intelligenztestung, LRS-Diagnostik und die psychologische Einschätzung der Befindlichkeit sind hier verschiedene Bausteine.

In der Monschauer Beratungsstelle der Caritas arbeitet ein Team aus Sozialpädagogen, Psychologen und Therapeuten. „Die Arbeit versteht sich als gemeinsames Suchen nach Veränderungsmöglichkeiten und Lösungen. Schnelle Antworten führen oft nicht zum Ziel, Beratung und Entwicklung braucht Zeit“, weiß Michael Leblanc aus jahrelanger Erfahrung.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich an die Beratungsstelle zu wenden: Per Telefon oder Mail, aber auch persönlich in Monschau, in den Grundschulen Höfen, Konzen/Imgenbroich, Steckenborn und Lammersdorf, in der Sprechstunde im Familienzentrum Lammersdorf, aber auch anonym über eine E-Mail-Beratung auf der Internetseite der Beratungsstelle Monschau.

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