Highland-Games in Lammersdorf: Dudelsäcke und fliegende Baumstämme

Von: sal
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Flieg Strohsack, flieg! Ein Wettbewerb für kernige Highlander. Foto: Samira Lauscher

Lammersdorf. Ein muskulöser Körper war schon das Schönheitsideal der alten Griechen. Am Wochenende sind die Lammersdorfer diesem Ideal ein Stück näher gekommen. Dort veranstaltete der TuS Lammersdorf zum Abschluss seiner Sportwoche zum zweiten Mal in der Nordeifel seine Highland-Games. Die Highland-Games stammen aus der Zeit der keltischen Könige in Schottland.

Sie wurden ausgetragen, um die stärksten und schnellsten Männer Schottlands zu finden, die dann oft für den König Leibwächter und Boten wurden. In Schottland gibt es daher jährlich bis zu 100 Highland-Games.

Auch bei den 2. Nordeifeler Highland Games ging es um Kraft und Ausdauer. Egal ob Verein, Nachbarschaft, Straße, Dorf, Freunde oder Verwandte, jeder konnte einen Clan bilden. Um 11 Uhr konnten sich diese dann am Sportplatz anmelden und dann gemeinsam einmarschieren, um die Wettkämpfe in den Einzeldisziplinen zu eröffnen.

Für die Mannschaftsdisziplinen hatten sich wie im letzten Jahr insgesamt sieben Clans angemeldet: Mc Middle - das Venn, die Chaos-Camper, Elferrat 2009, die Spültücher, der Judo-Club und die Funkengarde. Passende Outfits wurden mit Zusatzpunkten für die Mannschaft, die aus sieben Aktiven bestehen sollte, belohnt, was erklären könnte, warum viele Männer in karierten Röcken anzutreffen waren.

Dudelsackmusik

Die Highland-Games werden von traditioneller Musik, besonders dem Dudelsackspiel und Tänzen begleitet. Und auch das wurde den zahlreich erschienenen Zuschauern in Lammersdorf nicht vorenthalten, die Dudelsackgruppe „Thistle Highlander drums and pipes” aus Weilerswist brachte schottische Atmosphäre in die Eifel.

Der Wettkampf wurde für Frauen und Männer jeweils angepasst in folgenden Disziplinen ausgetragen: Baumstammwurf (Tossing the caber), Steinweitwurf (Putting the stone), Fass-Rollen (rolling the barrel), Heusackwerfen (sheaf toss), Baumstammslalom (caber haul) und Tauziehen (Tug-o-war.

Ein Stein von ca. neun Kilogramm Gewicht und ein mit Heu gefüllter Sack von circa fünf Kilogramm Gewicht mussten so weit wie möglich geworfen werden. Beim Baumstammwurf ging es nicht allein darum, den Stamm einmal zum Überschlag zu bringen, er musste letztlich auch möglichst exakt in die Richtung zeigen, in die der Athlet beim Abwurf geschaut hat, also am besten gradlinig liegen bleiben. Hierbei zeigten sich besonders die Frauen als überlegene und vor allem genauere Werfer. Nur Muskelmann Marcel Peters vom Clan der Funkengarde übertraf sich selbst und warf den Stamm nicht nur genau gerade sondern auch noch unglaublich hoch.

Als Moderator fungierte Thomas Matheis, der auch zugleich zu den vier Schiedsrichtern gehörte. Diese seien nach Meinung von Schiedsrichter Harry dieses Jahr besonders attraktiv und dynamisch gewesen. Für das leibliche Wohl war dank Grill, Bierstand und Cafeteria ausreichend gesorgt.

Am Ende konnten sich die Chaos Camper gegenüber allen anderen Clans behaupten und gewannen den ersten Platz in der Mannschaftswertung. Über den zweiten Platz konnte sich die Funkengarde freuen, der dritte Platz ging an den Elferrat 2009. Alle drei Clans wurden mit Pokalen ausgezeichnet. Die Einzelwertung zum Highlander 2009 gewann Marcel Peters vor Bernd Merke und Peter Wollgarten.

Der stolze Gewinner erhielt standesgemäß eine Flasche Single Malt Whisky.
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