Simmerath - Herbstmarkt: Im dichten Nebel immer der Nase nach

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Herbstmarkt: Im dichten Nebel immer der Nase nach

Von: Carmen Krämer
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Zahlreiche Belustigungen lockten die Besucher an. Foto: Carmen Krämer

Simmerath. Man sah die Hand vor Augen kaum, aber der Duft von frischen Reibekuchen, Fritten und Popcorn verriet, was hinter der dicken Nebelschicht kaum zu erkennen war: Es ist Simmerather Herbstmarkt.

Ungefähr 330 Stände und Fahrgeschäfte in 2600 Meter langen Budenstraßen lockten am Sonntag trotz des beinahe winterlich anmutenden Wetters zahlreiche Besucher nach Simmerath. „Die Besucher, die sonntags bei so schlechtem Wetter kommen, sind normalerweise keine Bummler, sondern Stammgäste, die ihre Einkäufe hier erledigen”, verrät Marktmeister Manfred Prinz.

Auch zahlreiche Gäste aus Belgien und den Niederlanden finden sich jedes Jahr auf dem Markt, der auch einen verkaufsoffenen Sonntag für die Simmerather Geschäfte mit sich bringt. „Wir machen auch Werbung in den Grenzgebieten, in Euskirchen, Aachen und Düren”, erklärt der Marktmeister. Dass die Werbung ankommt, ist an den Nummernschildern der Autos, die auf sämtlichen Parkplätzen der Simmerather Geschäfte standen, leicht zu erkennen.

Früher Kutsche, heute Auto

Mit dem Auto konnten die Besucher in den Anfängen des Simmerather Marktes nicht anreisen, denn vor 400 Jahren waren die Menschen allenfalls mit Kutschen, zu Pferd oder zu Fuß unterwegs. „Damals gab es hier in Simmerath noch nicht so viele Geschäfte und man kam nicht so leicht nach Aachen. Deswegen waren solche Märkte notwendig, um sich mit den wichtigsten Dingen einzudecken”, weiß Manfred Prinz. Damals seien es wohl hauptsächlich Tiere gewesen, die auf dem Markt verkauft wurden, erklärt er weiter. Auch heute gibt es montags noch den Viehmarkt, der sich mittlerweile aber auf Federvieh beschränkt.

Vieles hat Tradition

Wenn der Viehmarkt auch nicht mehr so groß ist wie damals, Traditionen finden sich dennoch jedes Jahr auf dem Simmerather Markt wieder. So ist beispielsweise der Autoscooter der Familie Loosen schon seit vielen Jahren fester Bestandteil des Marktes. „Schon meine Urgroßeltern hatten einen Autoscooter. Ich selbst komme schon auf den Simmerather Markt, seitdem ich geboren bin”, erklärt die 16-jährige Urenkelin Kathrin Loosen. „Uns gefällt es eigentlich immer gut hier, aber in diesem Jahr macht uns das Wetter zu schaffen. Denn die Fahrbahn ist teilweise nass und deswegen nicht vollständig befahrbar”. Trotz des schlechten Wetters waren die Autoscooter jedoch wieder sehr beliebt.

Ausgesprochen beliebt ist wie immer der Markt, denn auch in diesem Jahr musste aus Platzgründen wieder 200 Bewerbern abgesagt werden. Und auch die große Zahl an Besuchern, die sich nicht nur aufgrund des dichten Nebels, sondern auch wegen der Größe des Marktes schlecht schätzen ließ, spricht eindeutig für sich.
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