Heimatverein veröffentlicht erstmals Kesternicher Schulchronik

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Wer erkennt sich noch wieder auf dem Kesternicher Schulfoto von 1928? Viele, teils noch ältere Bilder sind in der nun erschienenen Schrift zu finden. Foto: sind in der nun erschienenen Schrift zu finden.
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Autor Erwin Ungermann musste bei der Präsentation der Kesternicher Schulchornik zahlreiche Exemplare signieren.

Kesternich. „Die Schule in Kesternich vom 18. Jahrhundert bis in unsere Zeit“. So lautet der Titel der Schulchronik, die der frühere Pädagoge Erwin Ungermann zusammengetragen und nun veröffentlicht hat. Der Heimatverein Kesternich hatte als Herausgeber der Publikation nun zur Präsentation in die Gaststätte Jousten eingeladen.

Mit viel Herzblut

Der Vorsitzende des Heimatvereins, Franz-Josef Löhrer, begrüßte die Gäste, ehe Dr. Dieter Lenzen für den Verein dem Autor dankte für seine aufwendigen Recherchen, die vielen Arbeitsstunden und die Bereitschaft, auch bis zum Schluss noch neu aufgefundenes Material und Änderungen zu berücksichtigen. „Nur mit viel Herzblut des Autors und der breiten Unterstützung der Dorfgemeinschaft kann so eine Arbeit gelingen“, sagte Lenzen.

Erstmals liegt damit für die Schule in Kesternich, die auch lange Zeit für Steckenborn, später dann Strauch und zur Zeit der Hauptschule Kesternich auch für Schüler anderer Eifelorte zuständig war, eine Schulchronik vor.

Lückenhafte handschriftliche, unveröffentlichte Aufzeichnungen existierten aus den 1950er Jahren. Frühere Chroniken, zu deren Führung die Schulleiter schon zu preußischer Zeit verpflichtet waren, sind aber wohl spätestens in den Kriegs- und Nachkriegswirren des letzten Weltkrieges verloren gegangen.

Umso wichtiger war es dem Autor deshalb, das jetzt noch vorhandene Material zu dokumentieren und aufzuarbeiten. Es ist gelungen, die Entlassschüler der Jahrgänge 1890 bis 1937 vollständig zu erfassen, teilweise auch mit näheren Angaben zur Person und der Herkunft. Auch die Angaben zu den Schülerinnen und Schülern der Nachkriegszeit von 1947 bis 2002 sind gut belegt. So ist es auch gelungen, alte und neue Klassenfotos – die ältesten datieren von 1880 – zusammenzutragen und zu veröffentlichen.

Die Baugeschichte findet ebenso ihren Platz wie eine Auflistung der Lehrerinnen und Lehrer. Es war die erklärte Absicht des Autors wie des Heimatvereins, einen Beitrag zum „Dorfgedächtnis“ zu leisten. Wichtig war dem Autor, dass sich möglichst viele „Ehemalige“ in Wort und Bild wiederfinden können. Die jetzige Schulleiterin der „Schwalbenschule“, Heike Bittner, stellt in einem Beitrag ihr Team und das aktuelle Schulprogramm dar, ebenso wie der Förderverein seine Aktivitäten. Dies ist gerade in einer Zeit, in der es um die Existenzberechtigung der Schule geht, ein besonderes Anliegen.

Erinnerungen ehemaliger Schüler aus den 1930er Jahren, des ehemaligen Lehrers Otto Drosson und Anekdoten aus dem Schulalltag runden neben anderem die Arbeit ab. Neben den vielen Menschen, die die Arbeit mit eigenen Beiträgen, Archivmaterial, Fotos und persönlichen Erinnerungen unterstützt haben, galt der besondere Dank auch dem Grafiker, Edgar Küpper. Ein letztes Dankeschön ging dann noch an alle, die das ehrgeizige Vorhaben durch ihre finanzielle Unterstützung erst möglich gemacht haben.

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