Heimatforscher: Viele Besucher beim Museumsfest

Von: ho
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Fotos  „Museum”  und  „Mus
Fotos „Museum” und „Museum1”: Trotz Schmuddelwetter war der Besucherandrang beim Museumsfest rund um das Lammersdorfer Bauernmuseum, bei dem auch alte Handwerkskunst gezeigt wurde, wieder groß. Foto „Museum2”: Auch für die kleinen Gäste standen beim Museumfest wieder viele Unterhaltungsmöglichkeiten zur Auswahl. Foto „Museum3”: Auch die alte Kunst des Besenbindens konnten die Besucher beim Museumsfest bewundern. Peter Schröder demonstrierte mit viel Ausdauer, was früher zum Alltagsgeschäft gehörte. Foto: Hoffmann

Lammersdorf. Der Himmel präsentierte sich trüb und grau, Niesel- und Dauerregen standen in stetigem Wechsel und das Thermometer zeigte stolze elf Grad an.

Dieses sommerliche Szenario wurde uns am Wochenende geboten und stellt im Hinblick auf den Besucherandrang bei Außenveranstaltungen aller Art verständlicherweise keine guten Voraussetzungen dar. Erstaunlicherweise hatte diese Schmuddelwetter auf den Besucherandrang beim Museumsfest am Bauernmuseum wenig Auswirkungen.

Nachdem am Nachmittag zeitweise noch die Sonne hervorkam, zeigte sich auch der Vorsitzende des Heimatvereins, Georg Schruff, recht zufrieden. Sogar Gäste aus den Niederlanden, Belgien und England verfolgten mit Interesse die zahlreichen Aktivitäten auf dem Gelände und bewunderten die vielen Exponate im Bauernmuseum.

Neben diesen erregten vor allem die heimatlichen Speiseangebote mit Trevvel, Bratkartoffeln, Waffeln und Els die Aufmerksamkeit der ausländischen Besuchern. „Very nice”, säuselte eine Engländerin nach dem Verzehr des letzten Happens Trevvel, um sich kurz darauf nach einem „gekippten” Els kräftig zu schütteln.

Aber auch von der Dorfbevölkerung wurde die Festivität rund um das Bauernmuseum, die in den Vorjahren als Kinder- und Familienfest in größerem Rahmen mit Einbeziehung der dafür gesperrten Bahnhofstraße über die Bühne ging, gut angenommen.

Georg Schruff bewertete im Nachhinein die Entscheidung die Veranstaltung ausschließlich auf das Museumsgelände zu beschränken, als goldrichtig. Bei schönerem Wetter hätte man sicher auch noch mit entsprechendem Besucherandrang von der am Bauernmuseum vorbeiführenden Vennbahn-Route rechnen können. Für die Kinder und deren Unterhaltung hatten sich die Mitglieder des Heimatvereins wieder mächtig ins Zeug gelegt.

Karussell, Dosenwerfen, Dartspiele und ein Puppentheater standen für die kleinen Gäste zur Verfügung. Daneben wurden sie in die Geheimnisse der Butterherstellung, des Brotbackens und des Melkens eingeführt. Hierfür stand eine bunt angemalte Sperrholz-Kuh der Kreisbauernschaft zur Verfügung, die mit einem Euter ausgestattet war. So dürften einige Kinder aus der Stadt erfahren haben, dass die Milch nur sekundär aus der Flasche beziehungsweise dem Pappkarton kommt.

Passend zum Dorf der Bessemsbenger hatten Interessierte zudem die Möglichkeit, die alte Kunst des Besenbindens zu beobachten. Peter Schröder demonstrierte mit viel Geduld und Können, wie früher die unverwüstlichen Reisigbesen hergestellt wurden.

Für all diejenigen, die Interesse an den zahlreichen Exponaten im Bauernmuseum zeigten, stand dem Heimatverein ein sachkundiger Führer zur Seite. Heimatforscher Hans-Jürgen Siebertz, der Initiator des 1984 eröffneten Bauernmuseums, führte mit viel Sachverstand durch die Räumlichkeiten und wusste zu so manchem Ausstellungsstück erstaunliche Einzelheiten und Anekdoten zu berichten.
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