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Heimat- und Geschichtsverein: Den Nerv der Bevölkerung getroffen

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Nach der Wiedererrichtung des „Offermannkreuzes“ kurz vor Fringshaus, die der HeuGeVe-Roetgen vor gut einem Jahr finanziert, koordiniert und gemanagt hatte, wurde die Anfertigung einer Hinweistafel verschoben. Diese Tafel kann noch nicht gefertigt werden, weil sich die belgischen Behörden bisher noch nicht einigen konnten, wo das Originalkreuz aufgestellt werden soll. Foto: Archiv/Stollenwerk

Roetgen. Eine sehr positive Jahresbilanz zog der jetzt Heimat- und Geschichtsvereins Roetgen bei seiner Generalversammlung. Vorsitzender Dieter Fischer begrüßte dazu den harten Kern des Vereins, von denen jeder kostenlos eine DVD erhielt über den WDR-Beitrag des Vereinskollegen Hans Lennartz als Zeitzeuge des Einmarsches der Amerikaner in Roetgen.

Baumschutzsatzung begrüßt

Nach einer Gedenkminute für verstorbene Mitglieder stellte er fest, dass der noch recht junge Verein in 2014 überprozentual um 15 Mitglieder auf insgesamt 64 Personen angewachsen ist. Nicht zuletzt sei dieses recht hohe Anwachsen der Tatsache zu verdanken, „dass der Heimat- und Geschichtsverein sich für die Erhaltung des Roetgener Ortsbildes und gegen die Abrisswut von älteren Häusern eingesetzt hat“. Damit habe man anscheinend den Nerv der Roetgener Bevölkerung getroffen. Besonders dankte Fischer in diesem Zusammenhang der lokalen Presse für ihre positive Unterstützung, die anlässlich des Abbruches des „Schmiddemhauses“ in Roetgen geholfen hätte, „dass im ganzen Monschauer Land diese Problematik endlich einmal diskutiert wurde“, so Fischer.

Ausdrücklich begrüßte er die in Arbeit befindliche Baumsatzung für Roetgen. Der Verein werde in dieser Hinsicht am Ball bleiben. Für 2015 plane er ein Städtebausymposium, damit auch der einzelne Bürger erfahren kann, was zum Erhalt des Ortsbildes machbar und durchführbar ist, ohne den einzelnen Hausbesitzer an sich bevormunden zu wollen.

Der Verein sucht schon seit geraumer Zeit einen Raum zu Archivzwecken. Die Bemühungen darum sind bisher an zu hohen Renovierungskosten gescheitert.

Deutlich positiver sieht es jedoch mit den Buchveröffentlichungen innerhalb des Vereins aus. Hier galt der Dank des Vorsitzenden besonders Ulrich Schuppener, dessen Buch „In Roetgen geboren – acht Prominenten-Porträts“ bis auf eine Handvoll Exemplare der 2. Auflage so gut wie ausverkauft ist. Ebenfalls trägt das Buch von Guido Minninger „Die Kirche im Dorf“ über die Geschichte der Marienkapelle, das im Buchhandel erhältlich ist, zu einer positiven Kassenlage bei. Am 20. November wird mit dem Cosler-Lexikon, bearbeitet von Rolf Wilden, eine weitere Veröffentlichung zur Roetgener Geschichte passend zu Weihnachten auf den Markt kommen. Im Gegensatz zum Kapellenbuch, das in jeder Buchhandlung zu bestellen ist, wird das Cosler-Lexikon nur vom Heimat- und Geschichtsverein vertrieben werden. Mit diesen Büchern wird der Verein voraussichtlich auch auf dem Roetgener Weihnachtsmarkt vertreten sein.

Als ein richtiges Erfolgsmodell haben sich jedoch die vom Verein monatlich herausgegebenen Roetgener Blätter erwiesen, mit deren Erscheinen vor drei Jahren begonnen wurde. Die erste Auflage betrug damals noch 20 Exemplare, mittlerweile lesen und kaufen jeden Monat 125 treue Leser dieses interessante Heft zur Roetgener Geschichte. Geschäftsführer Rolf Wilden würde sich freuen, wenn noch weitere Autoren mit ihren Geschichten zum Redaktionsteam hinzustoßen würden.

An Exkursionen konnte der Vorsitzende Dieter Fischer die Erkundung des „Mommelauchs“, die Besichtigung des ehemaligen Regierungsbunkers im Ahrtal und die Erforschung der alten Köhlerplätze im Roetgener Wald aufzählen. Für 2015 sind eine Spezialführung des Aachener Doms und weitere Erforschungen des Waldes vorgesehen.

Dementsprechend positiv fiel auch der Kassenbericht von Rolf Wilden aus. Nur mit einem Posten im Haushalt hat der Verein ein Problem. Nach der Wiedererrichtung des „Offermannkreuzes“ kurz vor Fringshaus, die der HeuGeVe-Roetgen finanziert, koordiniert und gemanagt hatte, wurde die Anfertigung einer Hinweistafel verschoben. Diese Tafel kann noch nicht gefertigt werden, weil sich die belgischen Behörden bisher noch nicht einigen konnten, wo das Originalkreuz aufgestellt werden soll. Und ohne diesen Hinweis wären die Informationen auf der geplanten Tafel einfach unvollständig.

Die Generalversammlung endete mit einer recht fruchtbaren Detail-Diskussion über die historischen Themen, die noch zu erforschen sind. Auf Vorschlag Reiner Breuers wird man sich in Zukunft auch mehr mit der Erforschung älterer Landkarten befassen, aus denen man oft mehr erfahren kann als es zunächst erscheint. Ferner sind alle Interessenten am geschichtlichen Roetgen eingeladen, den Verein auch einmal zu „beschnuppern“. Er tagt zur Zeit jeden zweiten Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr im Eifel-Grill-Haus.

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