Einruhr - Heilsteinhaus Einruhr: Kamera soll Gäste erfassen

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Heilsteinhaus Einruhr: Kamera soll Gäste erfassen

Von: P. St.
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Im Blickpunkt: Auch die neue Wander-Raststation im Heilsteinhaus Einruhr soll künftig per Videokamera überwacht werden. Foto: P. Stollenwerk

Einruhr. Im Heilsteinhaus Einruhr gehen die Gäste ein und aus. Bisher lockte der Brunnen im Innenhof zahlreiche Menschen an. Seit der Einrichtung eines Nationalpark-Infopunktes und der Öffnung der Wanderraststationen ist die Besucherzahl noch einmal deutlich gestiegen.

Durch die Lage am Eifelsteig und dem Wildnis-Trail ist Einruhr ein Zentrum der Wander-Aktivitäten in der Region geworden. Als das Heilsteinhaus seinerzeit einen öffentlichen Nutzung zugeführt wurde, konnte man diese Entwicklung noch nicht voraussehen, sonst lägen der Nationalpark-Infopunkt und der Innenhof mit Wanderraststation heute baulich nicht so weit voneinander entfernt.

Durch die Lage des Infopunkte im Untergeschoss ist kein Blickkontakt zum Innenhof möglich. Diese Situation soll nun durch die Installation einer Videokamera verändert werden.

Die Beratung in der zurückliegenden Sitzung des Kreisausschusses über die Finanzierung dieser Maßnahme sorgte allerdings auch für kritische Fragen. Die Verwaltung hatte die Anschaffung der Videokamera empfohlen, „um bei starker Nutzung des Innenhofes auf den Gast reagieren zu können.”

Dadurch könne man den Service der Gäste verbessern, und auch der Unfallschutz sei ein Grund für die Maßnahme. Schließlich wies man noch auf weiteren Aspekt hin: „Die unsachgemäße Nutzung der Infrastruktur” könnte ebenfalls mit Hilfe einer Videokamera vermieden werden. Die Kosten für die Geräte und die Installation würden rund 2500 Euro betragen.

„Keine Notwendigkeit”

Überhaupt nicht begeistert von der Idee, eine Kamera zu installieren, zeigte sich bei der Beratung im Ausschuss Franz-Josef Zwingmann von der FDP-Fraktion. Der Vertreter der Liberalen aus Roetgen sah weder „konkrete Anlässe” für die Notwendigkeit einer Kamera noch eine Rechtsgrundlage dafür.”

Zwingmann, im Hauptberuf Polizeibeamter sah im Heilsteinhaus einen öffentlichen Bereich, der nicht mit einem Geschäft zu vergleichen sei, das sich vor Ladendiebstahl schützen müsse.

Ungeklärt seien auch noch die Fragen, wer Zugriff auf die gespeicherten Aufnahmen erhalte, wer sie verwerte bz. vernichte und wer befugt sei, Bildaufzeichnungen von Nutzern der touristischen Einrichtungen im Heilsteinhaus zu veranlassen. Zwingmann sah es unbedingt erforderlich an, zunächst die Rechtsgrundlage und Datenschutzaspekte zu klären. Außerdem wollte er Auskunft darüber erhalten, was mit den Aufzeichnungen geschehe.

Da die Beantwortung der Fragen in der Sitzung nicht erfolgen konnte, wurde auch die Beschlussfassung über die Anschaffung einer Videokamera bis zur Sitzung des Kreistages am kommenden Donnerstag zurückgestellt.

In erster Linie Betreuung

Simmeraths Bürgermeister Hubert Breuer hob auf Anfrage der Lokalredaktion auch noch einmal den Sinn und Zweck einer Videoüberwachung hervor. In erster Linie gehe es darum, dass das Personal im Untergeschoss darüber im Bilde sei, ob Gäste im Innenhof betreut werden müssten. Abstreiten wolle er nicht, dass auch der Sicherheitsaspekt aufgrund der zusätzlichen Einrichtungen in Einruhr eine Rolle spiele.
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