Monschau - Haus am Holzmarkt: Stadt stellt sich gegen Kreis

Haus am Holzmarkt: Stadt stellt sich gegen Kreis

Von: dm
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Sanierung mit Hindernissen: Das alte Amtsgebäude am Holzmarkt in Monschau. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Ein Fenster im alten „Amtshaus” am Holzmarkt in Monschau ist zum Streitfall geworden. Zunächst waren es die Schwäne auf dem Höfener Dorfweiher, die dem Bau- und Umweltamt des Kreises Aachen nicht passten, jetzt ist ein Fenster, schimpfte Monschaus Bürgermeister Theo Steinröx nun auf dem Parteitag der Monschauer Altstadt-CDU.

Im Rahmen der „Marke Monschau” wird das „Amtshaus” umfassend saniert. Der Streit um das Fenster „wirft uns um sechs Wochen zurück”, beklagte Theo Steinröx, der den verantwortlichen Dezernenten beim Kreis Aachen, Uwe Zink, zunächst ausdrücklich lobte („Zink hat viel für die Stadt getan, so auch für das Altenheim”), ihn dann aber heftig kritisierte: „Die wahnsinnige Art und Weise”, wie die Behörde bei „banalen Dingen” Schwierigkeiten mache, „geht einem auf die Nerven”, sagte der Bürgermeister.

Der Umgang der Behörde mit dem Bürger müsse „deutlich verbessert” werde, „hier lohnt es sich zu kämpfen”, mahnte Theo Steinröx mit Blick auf Alexander Lenders, der sich für die Monschauer Stadt-CDU um ein Direktmandat im Städteregions-Tag bewirbt.

Die geplante Gestaltung eines Fensters „passt dem Bauamt nicht”, ergänzte die Beigeordnete der Stadt, Margareta Ritter, dabei gehe es unter anderem im Rahmen des Feuerschutzes um das Fensterglas.

Die Baugenehmigung für die Sanierung des Amtshauses liegt vor, für fünf Gewerke wurde auch der Auftrag (im Wert von 192.000 Euro) vergeben.

Die Gesamtkosten für das Projekt „Altes Amtshaus” sind auf 615.000 Euro veranschlagt, 70 Prozent der Summe soll durch Zuschüsse finanziert werden. Bis zum Jahresende sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Seit einigen Jahren ist die rechte Seite des Hauses am Holzmarkt 5 mit starken Stahlträgern abgestützt, damit es nicht einstürzt. Das Haus am Holzmarkt ist eng mit dem Geschichte der Altstadt verbunden, wurde es doch im Jahr 1663 als Amtshaus der Herzöge von Jülich errichtet und ist damit älter als das Rote Haus.

Zeitweise war in diesem Haus auch die Monschauer Stadtverwaltung untergebracht. Geplant ist, nach der Sanierung in diesem Haus den Geschichtsverein samt Archiv (auch Stadtarchiv) unterzubringen, im Erdgeschoss ist Platz für Ausstellungen (etwa zur Tuchmacher-Geschichte). In der dritten Etage wird eine Wohnung eingerichtet, in der der ehemalige Eigentümer Wohnrecht hat.

Langfristig geplant ist, den gesamten Gebäudekomplex am Holzmarkt 3 und 5 in die „Marke Monschau” zu integrieren.
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