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Hauptschule Simmerath: Energetische Sanierung hat ihren Preis

Von: P. St.
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Mit hohem Aufwand wird die Hauptschule Simmerath energetisch saniert. Diese Maßnahme hat ihren Preis. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Wenn man sieht, mit welchem Tempo mitunter Gebäude fertig gestellt werden, dann ist die Hauptschule Simmerath ein Beispiel für einen außergewöhnlich zähen Baufortschritt. Dass der Schulkomplex mit Sporthalle (Baubeginn war im April 2010) sich seit über drei Jahren als Baustelle präsentiert, hat seinen Grund in dem hohen Anspruch, die energetische Sanierung nach den Kriterien eines qualitätsgeprüften Passivhaus-Standards vorzunehmen.

Doch schon bei der ZweifachSporthalle, die inzwischen fertig gestellt ist, zeigte sich, dass immer wieder für viel Geld nachgebessert werden musste, um mit einem Passivhaus-Neubau mithalten zu können. Nachdem deutlich wurde, dass der Passivhaus-Standard nicht mit vertretbarem Aufwand erreicht werden kann (dafür wären weitere zwei Millionen Euro erforderlich gewesen), schlug auch die Passivhaus Dienstleistung GmbH einen neuen Weg ein.

Nun soll auch die Zertifizierung des Gebäudes nach einem niedrigeren Standard (EnerPHit) erfolgen und als deutschlandweites Pilotprojekt erstmals für ein Nicht-Wohnhaus umgesetzt werden. Dennoch entstehen trotz der reduzierten Anforderungen immer noch Mehrkosten von 930.000 Euro. Damit wächst die ursprünglich veranschlagte Summe von 6,6 Millionen Euro auf nun 7,5 Millionen Euro.

Zu Baubeginn war der Gemeinde zu den Gesamtkosten eine Zuwendung in Höhe von 4,4 Millionen Euro gewährt worden.

Derzeit ist noch offen, wie die Mehrkosten von fast einer Million Euro finanziert werden können. Der Fördergeber hat zwar die Änderung des Standards akzeptiert und sowohl Land als auch Bezirksregierung befürworten eine nachträgliche Förderung der Mehrkosten, aber noch ist die Nachfinanzierung nicht gesichert. Finanziert werden soll die Maßnahme aus sogenannten „rückfließenden Fördermitteln“, also Mittel, die an anderer Stelle im Land nicht abgerufen oder nicht benötigt wurden, doch noch hält das Land den Deckel auf diesem Fördertopf geschlossen.

Bei seinem kürzlich stattgefunden Besuch in der Gemeinde Simmerath sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling zu, dass er die Bemühungen der Gemeinde Simmerath in dieser Angelegenheit unterstützen wolle.

Der Start der Sekundarschule zum kommenden Schuljahr sei durch die laufenden Bauarbeiten nicht gefährdet, versicherte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns. Die Bauarbeiten an der Zweifach-Turnhalle, dem WC-Trakt und einem Teil des Schulgebäudes sind abgeschlossen. Derzeit werden mit Hochtouren der restliche Schultrakt sowie die Aula baulich und energetisch saniert.

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