Harte Geduldsprobe für BSG dauert weiterhin an

Von: M. S.
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Nordeifel. Harte Geduldsprobe für die Angehörigen einer unentbehrlichen Nordeifeler Solidargemeinschaft: Die Aktivitäten der Behinderten-Sportgemeinschaft (BSG) Monschau sind bis auf weiteres arg eingeschränkt.

Die Schließung der Schwimmhalle fordert ihren Tribut. Die Übungs- und Badezeiten sind drastisch reduziert, daran kann auch das provisorische Ausweichquartier einer privat genutzten Kleinhalle in Mützenich wenig ändern.

Immerhin: Dank dieser Notlösung kommen die Mitglieder der BSG jedoch offenbar über die „halbtrockene” Zeit hinweg und halten sich ideenreich über Wasser. Ausdauer und Optimismus sind nun zusätzlich gefragt. Schließlich kann bis zur Sanierung und Wiedereröffnung des Vennbades das Jahr 2012 schon weit in die Nordeifel gezogen sein.

Das Thema Schwimmen war eines von mehreren Hauptthemen.

Noch bis 2012 warten

Im Konzener Vereinslokal Achim und Elke bezifferte Geschäftsführer Werner Krickel den aktuellen Mitgliederbestand der BSG auf 157 Personen. Wenn auch momentan infolge Vennbadschließung die Hälfte aller Trainingseinheiten entfallen muss, zeichneten die Übungsleiter Karl und Birgit Nießen zumindest für die Simmerather Josef-Jansen-Sportstätte ein positives Bild: An 46 Übungsstunden beteiligten sich durchschnittlich 26 Frauen und Männer. „Sie sind rege bei der Wassergymnastik und ziehen gemeinsam ihre Bahnen. Man spürt, wie gern sie jeden Freitag bei der Sache sind.”

Montags steht von der Caritas betreuten Nordeifeler Menschen mit Behinderungen, die ihr Wasservergnügen und Entspannung suchen, die Mützenicher Halle zur Verfügung, wo sie, mit Abstrichen wegen der räumlichen Enge, auf ihre Kosten kommen. Kassierer Franz-Josef Berger, seit einem Jahr im Amt, verwies auf einen erfreulichen Vermögensüberschuss und erwirtschaftete Rücklagen.

In der folgenden Aussprache erläuterte Geschäftsführer Krickel in einem Sachstandsbericht die aktuelle Lage zum Projekt Schwimmhalle und Vennbad. Er sagte, die Komplettsanierung bzw. Neubau müsse exakt auf der alten Gebäudefläche vollzogen werden. Für die Errichtung eines Projektes an anderer Stelle flössen keinerlei öffentliche Mittel. Das gesamte Abriss- und Neubauvolumen belaufe sich auf insgesamt sechs Millionen Euro. Zwei Millionen dieser Summe seien noch nicht gesichert und von der Kommune Monschau aufzubringen. Da sei guter Rat teuer, meinte Krickel, „Kredite in dieser Höhe werden wohl so leicht von keiner Instanz genehmigt”.

Die Ausschreibung muss europaweit erfolgen. Nach den Sommerferien soll bereits der erste Spatenstich getan werden. „Wenn alles gut läuft”, blickt Krickel voraus, „ist Anfang 2012 Einweihung.”

Fußball-Sommerturnier

Vize-Vorsitzender Dietmar Call ging auf das Sommerturnier für behinderte Fußballer ein. Am 10. Juli werden zehn Mannschaften an den Start gehen. Auf sie und viele Zuschauer aus Nah und Fern wartet ein gut gemischtes Programm aus sportlichen Aktivitäten, schmackhafter Bewirtung und guter Unterhaltung.
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