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Handballfrauen wollen sich in eigener Halle rehabilitieren

Von: kk
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Die grüne Karte war in den bisherigen Spielen ein gutes Hilfsmittel für TV Roetgens Trainer Bernd Marquardt. Das bisher so probate Mittel führte in Godesberg leider nicht zum gewünschten Erfolg. Foto: Kurt Kaiser

Roetgen. Für die meisten führenden Teams der Handball-Verbandliga verlief der sechste Spieltag nicht wunschgemäß. Tabellenführer SSV Nümbrecht ließ einen Punkt beim Polizei SV Köln liegen, der bisherige Tabellenzweite TV Roetgen und auch der Tabellenvierte, Stolberger SV ließen sogar die komplette Beute in fremdem Revier liegen.

Die Stolberger kassierten eine deutliche 20:28-Packung bei DJK Leverkusen, während die Roetgenerinnen eine enttäuschende Vorstellung beim Godesberger TV ablieferten und eine unnötige 22:23-Niederlage schlucken mussten.

„Wir waren in der Abwehr schlecht, waren im Angriff schlecht und hatten auch noch zwei ganz schlechte Schiedsrichter“, hatte TV-Trainer Bernd Marquardt nichts Gutes im Bonner Stadtteil erlebt. Dabei war trotz schwacher Leistung noch zumindest ein Punkt möglich. Leider trafen die Roetgenerinnen 20 Sekunden vor Spielschluss nur die Latte, im Gegenzug schlossen die Gastgeberinnen glücklicher ab und erzielten wenige Sekunden vor Schluss den Siegtreffer. „Ein Sieg war durchaus möglich, aber wir haben vorne zu viele Chancen ausgelassen“, haderte der Coach am meisten mit der miserablen Abschlussquote und den Schiedsrichtern, denen er nach dem Spiel einen Besuch beim Augenarzt empfahl.

Nach zähem Beginn (5:5) hatten die Einheimischen eine bessere Phase und gingen 9:7 in Führung. Bis zum Seitenwechsel zeigten die Gäste sich dann treffsicherer und nahmen eine 12:10-Führung mit in die Pause. Die war aber nach wenigen Minuten Spielzeit in der zweiten Halbzeit dahin. Das Team aus Godesberg schaffte den Ausgleich und legte zum 14:13 vor. „Dann hat man gesehen, dass die Mannschaft mit Drucksituationen noch nicht umgehen kann“, erlebte der Roetgener Trainer eine turbulente und aufregende zweite Hälfte der zweiten Halbzeit. Zuerst drehte sein Team den Rückstand in eine 17:15-Führung um. Dann konterten die Gastgeberinnen, verkürzten auf 20:19, nutzten weitere Fehler der Roetgenerinnen und führten wenige Minuten vor Spielende 22:20. Die Rot-Gelben schafften zwar noch den Ausgleich, mussten in den Schlusssekunden aber noch den unglücklichen Treffer zum Endstand hinnehmen.

Auch wenn die Abwehr um Torfrau Isabell Leblanc nicht ihren besten Tag erwischte, wusste Bernd Marquardt nach einem Blick auf den Statistikbogen, warum man die Zähler im Bonner Stadtteil liegengelassen hatte. „Wir haben mit 48 Versuchen nur22 Tore erzielt, das ist katastrophal“. Vor der Begegnung gegen Polizei Köln (Anwurf Samstag 17.45 Uhr in der Gemeindehalle an der Hauptstraße) fordert der sportlich Verantwortliche der Rot-Gelben eine Steigerung in allen Mannschaftsteilen und einen effizienteren Torabschluss. Der Roetgener Coach warnt vor dem Gegner, weiß aber, dass seine Ladys in heimischer Umgebung konsequenter und auch effektiver agieren. „Ich hoffe, dass wir uns die Punkte zurückholen können, die wir am Sonntag verschenkt haben“.

Für Roetgen erzielten folgende Spielerinnen in Godesberg die Tore: Lisa Cosler (11), Eva Deutz (5), Sabine Schmal und Yvonne Balzer (beide je 2), Elke Peters und Anna Leblanc (beide je 1).

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