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Handballdamen unterliegen dem Tabellenführer vor eigenem Publikum

Von: Kurt Kaiser
Letzte Aktualisierung:
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In der Pause des Spiels gegen Spitzenreiter Bonn machte die KG Roetgen mit Prinz und großer Besetzung dem TV Roetgen traditionell ihre Aufwartung. Die Hoffnung der Karnevalisten, die TV-Mädels würden den Pausenrückstand noch in einen Sieg umwandeln, erfüllten sich leider nicht. Foto: Heiner Schepp
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Aufgrund der Personalnot bei den Roetgener Handballdamen wurde Yvonne Baltzer wieder reaktiviert. Auch wenn sie bei dieser Aktion den Torwurf der Bonnerin nicht verhindern konnte, zeigte sie an den letzten Spieltagen, dass sie in der Oberliga in der Abwehr und im Angriff noch mithalten kann. Foto: Kurt Kaiser

Roetgen. In der Halle an der Roetgener Rosentalstraße stimmte vor dem Topspiel der Handballdamen des TV Roetgen gegen den Tabellenführer der Handball-Oberliga TSV Bonn fast alles. Die Stimmung in der Halle war gut, die Leistung der Roetgenerinnen hervorragend, leider stimmte aber das Ergebnis nicht.

Als die Begegnung nach 60 Minuten abgepfiffen wurde, stand auf der Anzeigetafel ein 24:20-Sieg für den Spitzenreiter. Dennoch hatte TV-Roetgens Trainer Bernd Marquardt allen Grund zufrieden zu sein: „Gegen die Topmannschaft der Liga haben die Mädels sich sehr gut verkauft und haben vieles von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“

Von der ersten Minute an war es laut in der Roetgener Halle und knisternde Spannung war angesagt. Die dreimalige Führung der Gäste konnten Anna Leblanc und zweimal Anne Fischer egalisieren. Als die Gruppe aus der Bundesstadt 5:3 in Führung ging, entschied Bernd Marquardt sich für ein erstes Team-Time-out. Danach ging es dramatisch weiter.

Nach der 8:6-Führung der Gäste konnten die Roetgenerinnen mit einem verwandelten Siebenmeter auf 7:8 verkürzen. In der 24. Minute beim Spielstand von 10:9 für den TSV Bonn wurde es dann hektisch in der Halle an der Rosentalstraße. Nach einem Foul trafen die Schiedsrichter eine sehr harte Entscheidung und zeigten Anne Fischer die Rote Karte.

„Rot war schon sehr hart. Diese Karte war letztendlich mit entscheidend für den Spielausgang“, konstatierte der Coach nach dem Abpfiff, regte sich aber direkt nach der Entscheidung unheimlich auf und erhielt eine Zwei-Minuten-Strafe. Für die Bestrafung des Trainers musste eine weitere Feldspielerin auf die Strafbank, so dass in den nächsten zwei Minuten nur vier Roetgenerinnen auf dem Feld standen.

Rote Karte und Coach-Zeitstrafe

Die hektische Endphase der ersten Halbzeit überstanden die Gäste besser als die Einheimischen und nahmen eine 13:9-Führung mit in die Pause. Die karnevalistisch gestaltete Pause schien den Roetgenerinnen gut bekommen, denn direkt nach Wiederbeginn trumpften sie groß auf und wandelten den Rückstand in eine 16:15-Führung um.

Leider ließ das Team des Ligaprimus sich auch von dem Rückstand nicht irritieren und drehte die Begegnung wieder auf 16:18. „Leider ist uns im Endspurt dann die Kraft ausgegangen“, sagte der Coach, der zwar eine intensive Schlussphase, in der die Gäste ihre Angriffe aber erfolgreicher abschlossen.

Beim TV Roetgen erzielten folgende Spielerinnen die Tore: Anna Leblanc (7), Yvonne Baltzer (4), Anne Fischer (3), Eva Deutz und Lisa Cosler (beide je 2), Laura Cosler und Sabine Schmal (beide je 1).

Am Samstag (Anwurf 18 Uhr) reisen die Roetgenerinnen zum TV Strombach. Der Tabellenvierte rangiert aktuell zwar auf einem Aufstiegsplatz, darf sich seiner Sache aber nicht zu sicher sein, denn die Verfolger der Oberbergischen haben den Aufstieg noch nicht abgehakt. Zu den direkten Anwärtern auf die Aufstiegsplätze zählen die Roetgenerinnen zwar nicht mehr, jedoch haben auch sie nichts zu verschenken.

„Vielleicht etwas zu holen“

„Sicherlich wird das ein sehr schweres Spiel, aber wir wollen schon noch ein paar Punkte holen. Vielleicht ist am Samstag was zu holen“, sieht der Coach sein Team nicht chancenlos.

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