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Hand in Hand: Städtischer Bauhof und Monschau-Klassik

Von: Christoph Hahn
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Die Bühne auf der Burg Monsch
Die Bühne auf der Burg Monschau ist ihre Welt: Monschau-Klassik-Produktionsleiter Ludwig Castell (mittlere Reihe, Mitte) und sein Bühnenhelfer-Team arbeiten Hand in Hand mit den Männern des städtischen Bauhofs zusammen. Foto: Christoph Hahn

Monschau. Über wenige Tage verteilt sind sie auf der Burg Monschau eingetroffen. Erst die Tribünenbauer der Forma Nüssli (sie sind inzwischen schon wieder abgereist und kommen erst nach dem Ende der Festspiele wieder), dann Produktionsleiter Ludwig Castell und schließlich die Techniker sowie die Bühnenhelfer.

Die werden im Showgeschäft schlicht „Hands” genannt. Auch Castells Mitarbeiterin Christiane Bettner, wie viele Mitglieder dieser Belegschaft auf Zeit eine Fachkraft mit reichlich Monschau-Erfahrung, ist in diesem Jahr wieder zur Stelle.

Es ist eine verschworene Gemeinschaft, Menschen, die sich unter einander überwiegend schon seit Jahren kennen und schon von daher gut auf einander eingespielt sind.

Den Ton gibt Ludwig „Lulu” Castell in enger Abstimmung mit dem Geschäftsführer der Monschau Festspiel gGmbH, Helmut Lanio, vor. Seine Erfahrung im Open-Air-Geschäft misst nach Jahrzehnten und wenn einer das Gewusel rund um die Tribünen und in ihrem Hinterland überblickt, dann ist er es.

Freilich gibt es dennoch im Gefüge der Truppe, in der die meisten wie Castell selbst aus dem Raum Koblenz stammen, genügend Raum für andere Temperamente und Talente. Jeder ist hier ein Könner: Veranstaltungselektriker Florian Montebaur aus Kottenheim bei Mayen in der Vulkaneifel und Tonmeister Manfred Bamberg aus Kiel ebenso wie Lichttechniker Gordon Wagner aus Frankfurt am Main.

Im Grunde sind sie samt und sonders Allrounder, der Chef wie seine Mitarbeiter. Wer bei den Aufführungen ein Mischpult bedient, bleibt nicht etwa eisern hinter seinem Arbeitsplatz hocken, sondern packt ohne Federlesens beim Umbau im Bühnenraum mit an.

Es ist eine Gesellschaft, die sich ohne viele Worte versteht, in der vieles dank der langen Erfahrung aller Beteiligten selbstverständlich ist und nur wenige Details mit Worten an- oder ausgesprochen werden müssen. So wie das Wirrwarr von Kabeln zwischen der Technik im Bergfried und der Bühne ausgespannt wird, so verhält es sich auch mit dem Miteinander von Castell, seinen Mitarbeitern und den Männern vom Bauhof - menschliche Beziehungen sind halt so fein gewirkt wie das Innere einer Uhr.

Ob nun Teile der Bühne beigestrichen werden oder Transportbehälter für Lampen und Lautsprecher weggeräumt werden müssen: Ein Arbeitsauftrag nach dem anderen wird reibungslos erledigt. Der schönste Lob für das Team: Wenn bei den Vorstellungen niemand mehr merkt, dass und wo sie am Werke waren.

Nur noch wenige Karten gibt es für die „Monschau Klassik” am Freitag, 13. Juli, 20.30 Uhr, mit Eifel-Troubadour Günter Hochgürtel, Hannes Schöner und Jens Streifling von den „Höhnern” sowie ihrem Künstler-Kollegen Tato Gomez. Als Instrumentalist ist mit Gero Körner (Piano, Keyboard) ein weiterer Eifeler dabei. Darüber hinaus mit von der Partie: Wolf Simon (Trommeln) und Hermann Heuser (Akustikgitarre). Karten-Infos gibt es unter der Nummer 02472/804828.
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