Simmerath - Hallenzeiten in Simmerath sind weiter äußerst beliebt

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Hallenzeiten in Simmerath sind weiter äußerst beliebt

Von: ani
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Wirkt für 22 Simmerather Sportvereine und deren über 6400 Mitgliedern effektiv und kostenfrei meist im Hintergrund: Der Gemeindesportbund mit Wolfgang Schmitz, Elisabeth Discher, Robert Prümm und Markus Steffens (stehend von links) sowie Ingo Braun, Günter Scheidt und Horst Nießen. Foto. A. Hoffmann

Simmerath. Was in anderen Kommunen nicht selbstverständlich ist, hob Günter Scheidt am Ende der Mitgliederversammlung des Gemeindesportverbandes Simmerath, die im Sitzungssaal des Rathauses stattfand, nochmals deutlich hervor: „Nach wie vor gibt es bei uns in der Gemeinde, was vielfach vergessen wird, keine Hallenbenutzungsgebühren“.

Scheidt, Vorsitzender des Gremiums, das Ende 2011 gegründet wurde, und in dem aktuell 22 der 29 Simmerather Sportvereine mit über 6400 Mitgliedern vertreten sind, machte klar, dass die Nutzung der Sporthallen ein Dauerthema sei. Der Vorsitzende hob hierzu hervor, dass man weiterhin bemüht sei, „auch wenn es äußerst schwierig ist“, neuen Wünschen gerecht zu werden. Die Vereine zeigten aber in der Regel dafür Verständnis, dass nicht alles geht. Die hierzu von Hermann-Josef Koll (Hansa Simmerath) vorgebrachten Probleme der neu gegründeten Badminton-Abteilung nahm Scheidt zur Kenntnis und empfahl Absprachen mit anderen Hallennutzern.

Der Vorschlag von Koll, den Fußballern im Hinblick auf den neuen Kunstrasenplatz weniger Hallenzeiten anzubieten, fand allerdings wenig Gegenliebe. Axel Tings vom TuS Lammersdorf verwies dazu unter anderem auf die speziellen Eifeler Wetterverhältnisse, die oftmals auch ein Training auf einem Kunstrasenplatz unmöglich machten.

Mit dem Hinweis von Günter Scheidt, dass der Sommerplan zur Hallennutzung am 7. April in Kraft trete, war dieses Thema dann auch endgültig erledigt.

Sowohl Scheidt als auch Geschäftsführer Ingo Braun konnten zudem mit Erleichterung verkünden, dass zum Schlüsseldienst in der Dreifachhalle des Berufskollegs, welche unter die Hoheit der Städteregion Aachen fällt, für die dort trainierenden Vereine eine vernünftige Lösung gefunden wurde. „Da waren dicke Bretter zu bohren“, merkte Scheidt dazu vielsagend an und dankte an dieser Stelle gleichzeitig Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der zur Lösung dieses Problems maßgeblich beigetragen habe.

In seinem Grußwort bedankte sich Hermanns beim gesamten Vorstand des Gemeindesportverbandes, den er als Sprachrohr der Simmerather Sportvereine bezeichnete. Geschäftsführer Ingo Braun hatte in seinem Bericht eigentlich nur Positives zu verkünden. Eine gesunde Kassenlage, minimale Ausgaben und die Tatsache, dass im Vergleich zum Vorjahr sich zwei weitere Vereine dem Gemeindesportverband angeschlossen haben, zeugten hiervon. „Wir vertreten nun immerhin 22 Vereine mit 6405 Mitgliedern“, hielt Braun dazu fest. In der Gemeinde Simmerath sind insgesamt 29 Vereine mit 7782 Mitgliedern beim Landessportbund NRW gemeldet.

Zum Thema Kinder- und Jugendschutz kam schließlich Robert Prümm auf eine Initiative der Städteregion zu sprechen, welche den Vereinen mit Jugendtrainern und -betreuern letztlich viel Arbeit bringt. Im Zusammenhang mit dem Bundeskinderschutzgesetz müssen nun auch für Ehrenamtliche und Nebenamtliche, die Kinder und Jugendliche im Rahmen der Jugendhilfe beaufsichtigen, betreuen, erziehen oder ausbilden oder einen vergleichbaren Kontakt haben, erweiterte Führungszeugnisse vorgelegt werden.

Zur Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben sollen die Träger der öffentlichen Jugendhilfe (die Jugendämter) mit den Trägern der freien Jugendhilfe (z. B. Vereine, Verbände) entsprechende Vereinbarungen abschließen. Hierzu gab es von der Städteregion Ende letzten Jahres eine laut Elisabeth Discher gut besuchte Infoveranstaltung.

Zudem hat die Städteregion dazu eine entsprechende Info-Broschüre mit dem Titel „Schau´ hin und tu´ was“ aufgelegt und die Vereine angeschrieben. Wie aus dem Tenor der Versammlung hervorging, ist dies offensichtlich aber nicht bei allen Vereinen erfolgt.

„Auffälligkeiten prüfen“

Wie Robert Prümm im Detail erläuterte, muss jeder Betreuer anhand eines Prüfschemas, das in der genannten Info-Broschüre enthalten ist, bezüglich eventueller „Auffälligkeiten überprüft“ werden. Am Ende werde dann eine Vereinbarung (nach § 72 a SGB VIII) mit der Städteregion abgeschlossen, aus der ein Zertifikat für den Verein im Sinne des Kinder- und Jugendschutzes als Qualitätsmerkmal hervorgeht.

Insgesamt ein Prozedere, das von den Verantwortlichen der Vereine viel Sensibilität und vor allem viel Arbeit erfordert. Wer sich zu diesem Thema „einlesen“ möchte findet dazu auf der Internetseite „www.imblick.info“ umfangreiche Informationen.

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