HA Schults Müllmenschen im Anmarsch auf Monschau

Von: P. St.
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Im Anmarsch auf Monschau: Die Trash People von HA Schult.

Monschau. Ein buntes und schrilles Kunstspektakel erwartet die Altstadt Monschau in der kommenden Woche: Der Aktionskünstler HA Schult lässt seine „Müllmenschen“ auf dem Marktplatz des idyllischen Fachwerkstädtchens Monschau aufmarschieren. „Monschau mon amour“ heißt die Ausstellung, die HA Schult an den Startplatz seiner Weltkarriere führt.

Außenkunst konfrontiert mit Touristen, diese Kombination strebt HA Schult bei seiner Rückkehr in das Eifelstädtchen Monschau an, wo 1970 bei der Ausstellung „Umwelt-Akzente“ unüberhörbar alles begann. Der 74-jährige in Köln lebende Künstler, ist Spezialist für wilde und spektakuläre Kunstaktionen mit krassen Gegensätzen.

200 seiner Müllmenschen werden in Monschau vom 3. bis 27. Oktober kunstinteressierte Besucher anlocken und die „verschlafene Kunstszene“ aufwecken. Und darum stellt er seine „Trash-People“ mitten ins Monschauer Wohnzimmer, den Marktplatz – jenen Ort, an dem sonst die Besucher des Eifelstädtchens ihren Kaffee trinken und sich ein Stückchen Kuchen gönnen. Am kommenden Dienstag startet der Aufbau, und wie man den geräuschvollen Künstler kennt, dürfte allein schon diese Aktion ein Ereignis werden.

Die historische Fachwerkfassade und die Figuren aus Wohlstandsmüll sind dabei der gewollte Kontrast, den der Aktionskünstler anstrebt, um auf die Umweltproblematik aufmerksam zu machen. HA Schult bezeichnet seine globale Skulptur als „Anklage gegen die Vermüllung des Planeten Erde.“ Die Trash-People sind HA Schults „Welthit“. Die berühmten Skulpturen, die HA Schult hauptsächlich aus Metallschrott in Kombination mit Montageschaum anfertigt, haben nahezu alle Kontinente der Welt gesehen.

Die aus bis zu 1000 Skulpturen bestehende „Schrottarmee“ startete ihren Siegeszug im Jahr 1996 in Xanten und nahm unter anderem in Paris, Moskau, Peking, an der Chinesischen Mauer, Kairo und Gizeh, Zermatt, Kilkenny Castle, Gorleben, Brüssel, vor dem Kölner Dom und in der Antarktis Platz. Derzeit steht eine Gruppe Müllmenschen im Meer vor Barcelona; als nächste Stationen sind Tel Aviv und Lhasa/Tibet vorgesehen.

Begleitend wird den Besuchern eine vertiefende Auseinandersetzung mit der Kunst von HA Schult im Aukloster Monschau geboten. Dort sind Objekte und Bilder aus dem 45-jährigen Schaffen des Künstlers zu sehen und können diskutiert werden. Höhepunkt ist sicherlich die Präsentation des Kölner Doms aus Autoteilen. „Ich liebe die Stadt Monschau. Hier begann meine internationale Karriere“, sagt ein Künstler, der heute Weltruf besitzt und nun zu seinen Wurzeln zurückkehrt.

Die Galerie Beumers im Tuchschererhaus übernimmt eine Patenschaft für eine Skulptur parallel zur Finnisage der Hartmut Ritzerfeld-Ausstellung. Die Skulptur wird am 3. Oktober zur Eröffnung der „Monschau People“ auf dem Marktplatz in der Galerie einziehen.

Offiziell eröffnet wird die Ausstellung am Mittwoch, 2. Oktober, um 11 Uhr auf dem Marktplatz Monschau in Anwesenheit des Künstlers und seiner Muse Elke Koska von Bürgermeisterin Margareta Ritter sowie Dorit Schlieper und Helmit Lanio von der Monschau Festival GmbH. Bei der Präsentation der Monschau-Aktion im Atelier des Künstlers in Köln, sah HA Schult der Ausstellung mit Spannung entgegen: „Ich hoffe, dass Monschau die Müllmenschen mit offenen Armen empfangen wird.“

Da die Skulpturen mit großen Fahrzeugen angeliefert und mit einem Kran abgeladen werden, ist eine Durchfahrtsmöglichkeit am Marktplatz bei der Anlieferung nicht mehr gegeben. Am Dienstag, 1. Oktober, ist daher in der Zeit von 12 Uhr bis ca. 20 Uhr und am Mittwoch, 2. Oktober, in der Zeit von 8 bis ca. 20 Uhr eine Straßensperrung ab Richter‘s Eck und ab Aukloster in Richtung Markplatz erforderlich. Für die Zeit der Ausstellung der Trash People (3. bis 27. Oktober) findet der Wochenmarkt jeweils dienstags auf den Parkflächen der Rurbrücke statt.

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