Kalterherberg - Gute, alte Zeit am Vennhaus in Kalterherberg

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Gute, alte Zeit am Vennhaus in Kalterherberg

Von: P. St.
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Das Hofcafe in Kalterherberg lädt ein: Paul Schubert und Ilse Aykut begrüßen seit fünf Jahren an ihrem alten Vennhaus aus dem Jahre 1822 die Gäste. Foto: P. Stollenwerk

Kalterherberg. Fachwerk, ein Scheunentor, Blumen am Haus und eine Tür, die fast immer offen steht: Diese Kurzbeschreibung dürfte auf fast alle Eifelhäuser aus der guten alten Zeit zutreffen.

Aber das Fachwerk ist heute häufig der Wärmedämmung gewichen, aus den Scheunen wurden Badezimmer, die Blumen fielen kantenscharfen Pflastersteinen zum Opfer, und die Türen sind verschlossen.

Ländliches Flair ist heute in der Eifel eher der Ausnahmefall geworden. Einen solchen Ausnahmefall bietet das Hofcafé in Kalterherberg an der Monschauer Straße. Das besondere Plätzchen, nur einen Steinwurf vom Eifeldom entfernt, existiert bereits seit fünf Jahren, und wird ebenso von Einheimischen wie auch von den zufällig vorbeikommenden Gäste geschätzt.

Experiment gewagt

Vor fünf Jahren wagten Paul Schubert und Ilse Aykut das Experiment, ihren naturbelassenen, im Schatten des alten Vennhauses gelegenen Hof sowie die angrenzende Scheune als Café zu gestalten. Anlässlich des kleinen Jubiläums, das am morgigen Pfingstsonntag ab 20 Uhr mit einer Grillfete gefeiert wird, stellen die Inhaber fest, dass es eine gute Idee war, es mit der „Gastlichkeit der etwas anderen Art” zu versuchen.

Und mit ziemlicher Sicherheit dürfte auch diesmal das Wetter mitspielen; beim Eröffnungstag zu Pfingsten vor fünf Jahren goss es wie aus Eimern.

Neue Aufgabe gesucht

Paul Schubert (72) gehörte einst zu den Gründervätern der Grünen in Monschau. 10 Jahre saß er im Stadtrat, und stieg 2000 aus der Politik aus. „Danach wollte ich nicht nur spazieren gehen”, sagt der gelernte Gärtner und suchte eine neue Herausforderung.

Oft hielten Touristen an und fotografierten den naturbelassenen Innenhof und das Haus aus dem Jahre 1822, was Paul Schubert und Ehefrau Ilse Aykut auf den richtigen Gedanken brachte: „Da kann man mehr draus machen.”

Das war die Geburtsstunde für das Hofcafé. Bald fanden sich bei zunächst kleiner Speisenkarte die ersten Gäste ein. Sie nahmen draußen im Hof rund um den hölzernen Verkaufswagen Platz, und bei schlechtem Wetter in der Scheune. Zum Grundstück gehört nicht nur eine große Liegewiese, die an schönen Tagen gerne in Anspruch genommen wird, ein viel wichtigerer Bestandteil ist der eigene Garten. Ob Salat, Zucchini, Kürbis oder Beeren: Wenn es eben geht, kommen die Zutaten aus dem eigenen Garten auf den Tisch, sogar die Himbeersoße zum Vanilleeis. „Wir kochen wie zuhause und bereiten zu, was uns selber schmeckt”, sagt Ilse Aykut.

Die einfachen Gerichte erinnern an die gute, alte Zeit in der einladenden Atmosphäre des unter Denkmalschutz stehenden Vennhauses.

Bewährt hat sich auch die Philosophie des Hauses, dass sich Gäste in gemütlicher Atmosphäre wohlfühlen und die Kommunikation pflegen. Auch im Hofcafé spürt man, dass in den letzten Jahren immer mehr Gäste in die Eifel kommen, dank Nationalpark und Eifelsteig.

Gut angekommen bei den Gästen sind auch die Erzählabende im Hofcafé. Der Monschauer Journalist Kaspar Vallot war bereits zu Gast wie auch der in Hammer lebende Abenteurer und Weltreisende Bernd Tesch. Dazu gibt es jeden Monat ein kleines Hoffest, das untere einem bestimmten Motto steht. So erinnert man sich noch gerne an den kürzlich stattgefundenen Hinkelstein-Weitwurf-Wettbewerb zurück.

Montags ist Ruhetag im Hofcafé, ansonsten ist es von 15 bis 20 Uhr (oder länger) an Feiertagen ab 12 Uhr geöffnet.
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