Grundstücksfrage in Imgenbroich: Wertstoffhof im Gewerbegebiet

Von: P. St.
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Wenn der neue Wertstoffhof ins
Wenn der neue Wertstoffhof ins Gewerbegebiet Imgenbroich kommt, dann wird es auch einen neuen Standort für die Glascontainer geben. Foto: P. Stollenwerk

Imgenbroich. Die Errichtung eines Wertstoffhofes für die südlichen Kommunen in der Städteregion Monschau, Simmerath und Roetgen im Gewerbegebiet Imgenbroich steht kurz vor der Umsetzung.

Auch der Zweckverband Entsorgungsregion West hat längst entschieden, dass die neue zentrale Sammelstelle in Imgenbroich ihren Platz finden soll; jetzt fehlt es nur noch an einem geeigneten Grundstück. Über diese Frage, so Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter Donnerstag auf Anfrage der Lokalredaktion, soll in den nächsten Tagen Klarheit herrschen. Die Stadt hatte zunächst ein Grundstück an der Straße Am Windrad in der Nähe des Salzsilos am östlichen Rand des Gewerbegebietes dafür vorgesehen, der Entsorger könnte sich aber auch einen anderen Standort vorstellen.

Das Projekt beschleunigen möchte auch Manfred Fichtner, der für die Monschauer SPD als sachkundiger Bürger wieder ins kommunalpolitische Geschehen eingestiegen ist. Der frühere Fraktionsvorsitzende hält es im Sinne eines umfassenden Bürgerservice für wichtig, dass fast alle Abfallarten auf einem Wertstoffhof abgegeben werden könnten.

Im Zuge der Neuerrichtung einer zentralen Entsorgungs-Sammelstelle ist auch vorgesehen, die derzeit am Himo befindlichen Glas- und Textilcontainer dorthin zu verlagern. Die Papiersammlung sieht die Bürgermeisterin allerdings auch in Zukunft am besten bei den städtischen Vereinen aufgehoben.

In seinem Antrag an die Stadt betont Fichtner, dass es das Ziel sein müsse, weitere Erhöhungen von Steuern und Abgaben zu vermeiden. Kritisch sieht er die im vergangenen Jahr erfolgte Erhöhung der Abfallgebühr für eine 60- Liter-Tonne von ca. 60 auf 95 Euro. Diese Steigerung um über 50 Prozent hat Margareta Ritter schon mehrfach erläutert. Man sei vor einer durchschnittlichen jährlichen Abfallmenge von 90 Kilogramm pro Kopf ausgegangen, tatsächlich seien es in der Endabrechnung aber nur 50 Kilo gewesen.

Den so entstandenen Fehlbetrag habe man dann zu Lasten der Bürger ausgleichen müssen. Im nächsten Jahr werde die Gebühr aber wieder sinken: „Dann wird es wieder billiger für den Bürger.”

In seinem Antrag spricht Manfred Fichtner auch die Auflösung und Neuorganisation des städtischen Bauhofes an. Dazu werde die SPD demnächst eine Stellungnahme abgeben. Eine solche Auflösung sieht Margareta Ritter aber in absehbarer Zukunft noch nicht. Aus den Reihen der SPD-Fraktion gebe dafür bisher auch „noch keinen Impuls”.

Der jetzige Standort des Bauhofes am Hargard sei sicherlich „nicht ideal”, aber hier eine Veränderung herbeizuführen, sei eher eine Aufgabe, die in die Zukunft gerichtet sei. Schließlich spricht Fichtner auch das Thema Biogasanlage für Monschau an, aus deren Nutzung die Stadt Gewinn erzielen könnte.

Auch dieser Gedanke ist für die Bürgermeisterin durchaus einer Prüfung wert. „Das kann man einmal durchrechnen.” Allerdings gibt sie zu bedenken, dass die beiden Biogasanlagen in der Gemeinde Simmerath in hohem Maße bereits den Bedarf abdecken würden.
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