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Grundschulplanung: Partner müssen sich noch beschnuppern

Von: Heiner Schepp
Letzte Aktualisierung:
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Auch in Kalterherberg stieß der Informationsabend zur Entwicklungsplanung der Monschauer Grundschulen auf breites Interesse. Kein Platz im Proberaum des Musikvereins blieb leer, als Verwaltung und Schulleitungen das Gespräch mit den Eltern über die Zukunft der Kalterherberger Schulkinder suchte. Fazit: Begeisterung löst der geplante Zusammenschluss mit Mützenich bei der Kalterherberger Elternschaft nicht aus. Foto: Schepp

Kalterherberg. Was passiert mit den nur 13 Kindern des derzeitigen dritten Schuljahres? Bleibt eine Einschulungsklasse in Kalterherberg, wenn es 18 Kinder sind? Wie ist die Aufsicht für mein Kind sichergestellt, wenn die Betreuung „Acht bis Eins” entfällt? Kann ich einem Sechsjährigen zumuten, in der dunklen Jahreszeit morgens an der Bushaltestelle zu warten?

Viele Fragen hatten die Kalterherberger Eltern, als die Stadt Monschau dort am Mittwochabend den fünften und letzten Informationsabend zur Entwicklungsplanung der Grundschulen im Stadtgebiet eingeladen hatte. Doch die Antworten auf diese Fragen musste die Verwaltung schuldig bleiben.

„Dies alles sind konkrete Fragen, die wir jetzt einfach noch nicht beantworten können - weil wir keinen Einfluss auf das Wahlverhalten der Eltern haben und weil wir als Schulträger nicht dem pädagogischen Konzept der künftigen Schulleitung vorgreifen können und möchten”, gab Bürgermeisterin Margareta Ritter zu verstehen.

„Warum sind wir dann hier?” wollte ein Vater wissen und bekam eine prompte Antwort: „Weil uns die Geburtenzahlen zum Handeln zwingen und wir mit Ihnen gemeinsam einen Weg diskutieren möchten, ehe wir eine Marschrichtung "von oben" diktiert bekommen”, so die Bürgermeisterin engagiert.

Die „Richtung von oben” - das könnte beispielsweise eine Totalschließung einzelner Standorte sein, erläuterte Andrea Compes von der Schulverwaltung. Genau das aber wolle man verhindern und sei deshalb im Arbeitskreis zu der Lösung gekommen, die beiden derzeit kleinsten Schulen - Kalterherberg und Imgenbroich - an die benachbarten größeren - Mützenich und Konzen - „anzudocken”, so Compes. Dem Arbeitskreis hatten 26 Personen angehört, neben Politik und Verwaltung auch Lehrer- und Elternratsvertreter.

Dennoch tauchte auch beim „Elternabend” in Kalterherberg natürlich die Frage auf, warum angesichts doch recht ähnlicher Zahlen nicht Mützenich an Kalterherberg angeschlossen werden könne. Und wie bei den vier Veranstaltungen zuvor erläuterte die Verwaltung: „Weil wir nur die absolute Schülerzahl zum jetzigen Zeitpunkt der Entscheidung zugrunde legen können und keine Planzahlen”, so Margareta Ritter.

Deshalb sei es auch „sehr weit hergeholt”, Kalterherberg als Mittelstandort anzusehen und dieser mit Abstand kleinsten Schule die derzet größte im Stadtgebiet, nämlich Höfen anzuschließen, meinte Ritter auf die Anregung eines Vaters, auch die benachbarte „Heckenlandschule” in die Überlegungen miteinzubeziehen.
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