Radarfallen Blitzen Freisteller

Grundschulen wollen keine Konkurrenz-Situation aufbauen

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:

Simmerath. „Das sieht doch gut aus”, meinte Günter Scheidt (CDU) beim Blick auf die Entwicklung der Schülerzahlen an den vier Grundschulen der Gemeinde Simmerath. Die Verwaltung hatte jetzt dem Generationenausschuss detailliertes Zahlenmaterial vorgelegt.

Daraus wurde ersichtlich, dass der Bestand der Grundschulen Simmerath, Lammersdorf, Steckenborn und Kesternich bis 2016 zweifelsfrei gesichert ist, wenn es auch zwischenzeitlich an einzelnen Schulen zu einer Reduzierung von Klassen kommt.

Die Statistik ist relativ verlässlich, selbst wenn sie das Wahlverhalten der Eltern nicht berücksichtigen kann. Bekanntlich wurden zum 1. August 2008 die Schulbezirke aufgelöst, seither haben Eltern die Möglichkeit, ihr Kind an der Grundschule ihrer Wahl in der Gemeinde anzumelden. Von dieser Wahlmöglichkeit aber machen die Eltern in der Gemeinde bisher kaum Gebrauch.

Warum das so ist, erläuterte im Ausschuss Marianna Stiel, Leiterin der Kalltalschule Lammersdorf. Die vier Schulen hätten es stets vermieden, eine Konkurrenzsituation aufzubauen, blickte sie wohl auch auf die Nachbarkommune Monschau, wo viel über pädagogische Konzepte diskutiert wurde und das Wahlverhalten der Eltern Einfluss auf Schulstandorte nahm. Daher, so die Lammersdorfer Schulleiterin, hätten die vier Simmerather Grundschulen auch einen gemeinsamen Infoabend für die Eltern der Erstklässler angeboten.

Trotz der guten Aussichten für Simmeraths Grundschulen geriet die Diskussion zeitweise aus der Spur, weil von Seiten der SPD das Zahlenmaterial als unvollständig kritisiert wurde, da die Kinder mit erhöhtem Förderbedarf nicht erfasst worden seien. Dies sei auch kaum möglich, entgegnete Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, da sich ein Förderbedarf nicht voraussagen lasse. Seitens der Schulen wurde darauf hingewiesen, dass es sich erfahrungsgemäß um eine sehr geringe Zahl handele, und es zudem das Ziel sei, diese Kinder integrativ zu beschulen.

Nicht nur Positives konnte auch Heribert Vroemen an den Schülerzahlen erkennen: „Für die Zukunft sind eindeutig zu wenig Kinder vorhanden.” Daher solle man weiter daran arbeiten, Anreize für junge Familien zu schaffen.”

Am Ende schloss sich der Ausschuss aber der Aufforderung von Bernd Goffart (CDU) an, dass die die Bestandssicherung aller vier gemeindlichen Grundschulen die wichtigste Botschaft sei.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert