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Grundschule soll nicht vermarktet werden

Von: heg
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Der Neubau der Grundschule Roetgen ist in vollem Gange, der Unterricht soll aber nicht beeinträchtigt sein. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Auch die Roetgener Grundschule kämpft mit den sinkenden Geburtenzahlen. Zwar ist der Rückgang der Schülerzahlen nicht so dramatisch wie anderenorts, aber das neue Schuljahr wird nur dreizügig geführt werden können. Dies teilte Schulleiterin Elisabeth Gerhards-Eckert jetzt im Bildungsausschuss mit.

Wie immer in der ersten Sitzung des Jahres hatten die Ausschussmitglieder unter dem Vorsitz von Ronald Borning (CDU) zwar nichts zu beschließen, aber eine Fülle von Informationen zur Kenntnis zu nehmen. Neben dem Bericht zur Situation der Grundschule mit der Entwicklung der Schülerzahlen standen auch Erläuterungen zu den Kindergärten und zur Arbeit der Streetworker in der Gemeinde auf dem Programm.

Vor dem Einstieg in die Tagesordnung regte Silvia Bourceau (UWG) an, die nächste Sitzung nicht, wie turnusgemäß vorgesehen, erst im November stattfinden zu lassen, sondern bereits im Mai/Juni. Über aktuelle Entwicklungen, vor allem im Hinblick auf die derzeit laufende Schulerweiterung, sollte der Ausschuss zeitnah informiert werden, begründete sie ihren Wunsch. Dem schlossen sich alle Fraktionen an.

Für das Schuljahr 2010 sind 85 Kinder angemeldet worden, berichtete die Schulleiterin. Das bedeute eine Dreizügigkeit mit Klassenstärken von ca. 28 Kindern. Entlassen werden voraussichtlich 92 Jungen und Mädchen, so dass auch die Gesamtschülerzahl leicht zurückgeht.

Neben dem jetzigen zweiten Schuljahr wird damit der zweite Jahrgang nur noch dreizügig sein. Sieben bis acht Eltern haben von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht und ihre Kinder auf anderen Grundschulen angemeldet. Würden diese Kinder die Roetgener Schule besuchen, wäre die Vierzügigkeit gesichert. Über die Gründe könne sie nichts sagen, die Schule habe kein Recht, bei den Eltern „nachzuhaken”, erklärte Elisabeth Gerhards-Eckert auf Anfrage von Anita Buchsteiner (CDU). Dies lehnte auch Bürgermeister Manfred Eis seitens des Schulträgers ab.

Ausdrücklich betonte die Schulleiterin aber, dass der Schulbetrieb nicht durch die Bauarbeiten beeinträchtigt werde und diese somit kein Grund seien, ein Kind nicht in die Roetgener Schule zu schicken. Die Versorgung mit Lehrern sei sehr gut, erklärte Elisabeth Gerhards-Eckert außerdem. Von der Idee von Wolfgang Schruff (CDU), die Schule zu „vermarkten” und damit Schüler aus Nachbarkommunen zu gewinnen, hielt sie nichts.

Die Offene Ganztagsschule wird zurzeit von 63 Kindern in drei Gruppen besucht. Besonders groß ist die Nachfrage nach einer gesicherten Betreuung bis 13.30 Uhr. Hier ist die Gruppe aufgrund von zwei Härtefällen mit 27 Kindern leicht überbelegt.

Zahlen für das neue Schuljahr lägen noch nicht vor, aber das Interesse der Eltern sei groß, habe sie bei den Anmeldungen feststellen können, berichtete die Schulleiterin. Neben festen Mitarbeiterinnen, Honorarkräften und kooperierenden Vereinen etc. sind auch Lehrkräfte mit fünf Wochenstunden in die Betreuung eingebunden. Es werden zwölf Kurse von Sport über den musisch-kreativen Bereich bis hin zur digitalen Bildbearbeitung angeboten.
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