Roetgen - Grundschule Roetgen auch im nächsten Jahr dreizügig

Grundschule Roetgen auch im nächsten Jahr dreizügig

Von: heg
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Voll des Lobes war man im Bildungsausschuss über die neuen Räume für die Offene Ganztagsschule im Anbau der Grundschule Roetgen. 81 Mädchen und Jungen nehmen derzeit das Angebot wahr. Foto: H. Giesen

Roetgen. In mehreren Tagesordnungspunkten hatten sich die Mitglieder des Roetgener Bildungs-, Jugend-, Sozial- und Sportausschusses am Dienstagabend mit Schulangelegenheiten zu beschäftigen. Dazu gehörte auch ein Antrag der CDU-Fraktion, die von der Verwaltung einen Bericht zur aktuellen Situation an der Grundschule angefordert hatte.

Dabei ging es um einen vermuteten Trend zur Nicht-Anmeldung bzw. Abmeldung von Kindern, die im Zuge der Aufhebung der Schulbezirke möglich geworden ist. Ebenso wollte die CDU wissen, ob es stimme, dass vermehrt Beschwerden über die Schule und das Leitungssystem geäußert werden. In der Sitzungsvorlage hatte die Verwaltung bereits darauf hingewiesen, dass dies innerschulische Angelegenheiten betreffe, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Schulträgers, also der Gemeinde, fallen.

Anfrage führte zu Unruhe

Als Sprecherin des Antragstellers erklärte Anita Buchsteiner, dass es der CDU leid tue, dass ihre Anfrage zu Unruhe geführt habe, dass die angesprochenen Fragen aber trotzdem im Ausschuss thematisiert werden sollten. Dem erteilte Helmut Mulorz für die SPD eine klare Absage. Er stellte sich voll hinter die Schulleitung und kritisierte, dass der Antrag geprägt sei von „persönlichen Animositäten”.

Offensichtlich nicht mehr wohl fühlte sich auch Ausschussvorsitzender Ronald Borning (CDU), der nun ebenfalls der Ansicht war, dass der Antrag nicht diskutiert werden sollte. Rainer Welzel (UWG) forderte, die Diskussion zu versachlichen, Störfeuer könne man nicht brauchen, das gehe zu Lasten der Kinder. Auch Ingrid Karst-Feilen fand es gut, dass nicht weiter diskutiert werden sollte, unterstrich aber die Forderung von Wolfgang Schruff (CDU), dass die Schule sich offensiver dem jetzt herrschenden Wettbewerb stellen solle.

Schulleiterin Elisabeth Gerhards-Eckert wies darauf hin, dass es auch früher schon üblich gewesen sei, dass Kinder Schulen außerhalb des eigenen Schulbezirks besuchten, beispielsweise weil sie außerhalb des Wohnortes betreut oder andere Schulformen bevorzugt wurden. Dr. Georg Dittmer (FDP) führte da die Zweisprachigkeit der belgischen Schulen an. Genauso habe die Roetgener Schule auch auswärtige Kinder aufgenommen. Nur das Verfahren sei zwar umständlicher, aber unproblematisch gewesen.

Zuvor hatte die Schulleiterin über die aktuellen Zahlen und zu erwartenden Entwicklungen informiert. Zurzeit besuchen 335 Mädchen und Jungen die Grundschule. Zwei Jahrgänge werden zweizügig mit Klassenstärken von ca. 27 Kindern, zwei dreizügig mit Klassenstärken von ca. 23 Kindern geführt. Für das neue Schuljahr angemeldet sind 84 Erstklässler, jedoch sei über Anträge auf Zurückstellung bzw. vorzeitige Einschulung noch nicht entschieden, erläuterte Elisabeth Gerhards-Eckert. Einige Kinder werden besondere Schulformen wie die Waldorfschule besuchen, sieben sind in anderen Schulbezirken angemeldet worden. Dazu, dass Kommunen möglicherweise demnächst selbst entscheiden können, ob sie Schulbezirke wieder einführen, wollte sich die Schulleiterin nicht äußern.
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