Grünes Licht für Kindergarten an der Hauptstraße

Von: heg
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Roetgen. Grünes Licht gab der Roetgener Bauausschuss jetzt für den Bebauungsplan Nr. 25 für den neuen Kindergarten an der Hauptstraße. Der entsprechende Beschluss wurde mit der Mehrheit von SPD, CDU und FDP gefasst.

Da im Vorfeld insbesondere wegen der Bodenbelastungen, aber auch wegen der ungünstigen Lage der Zufahrt im Kreuzungsbereich der L238 Hauptstraße/Mittelstraße, zahlreiche Bedenken gegen den Bau des Kindergartens auf dem Gelände des ehemaligen Bauhofs geäußert worden waren, stellte Andrea Kranefeld vom Planungsbüro BKR noch einmal ausführlich den Maßnahmenkatalog vor, der verbindlicher Bestandteil des Bebauungsplans werden soll.

Einige missverständliche Passagen in der Begründung zum Bebauungsplan und in Verlautbarungen der Städteregion, die das Grundstück zum Bau einer von der AWO als Integrative Kindertagesstätte betriebenen Einrichtung in Erbpacht übernehmen wird, hatten erneut Besorgnis bei einigen Ausschussmitgliedern geweckt.

Zur Bewertung der an einigen Stellen festgestellten Belastungen seien die im Vergleich für eine Wohnbebauung verschärften Grenzwerte für Kinderspielflächen herangezogen worden, erläuterte die Planerin.

Günther Severain (UWG) bezweifelte, dass die Anzahl der Proben und die nur punktuelle Entnahme für eine Beurteilung ausreichend seien. Das bejahte Andrea Kranefeld, die Städteregion werde zudem über die für solche Fälle vorgesehenen gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus handeln und ca. Dreiviertel der Plangebietsfläche abtragen und mit unbelastetem Material auffüllen.

Dies betreffe den Bereich im vorderen Teil des Grundstücks, wo die Schadstoffe in den dort vorhandenen Aufschüttungen festgestellt worden waren. Davon ausgenommen werde lediglich die hintere Grünland-Brachfläche. Die Sanierung werde gutachterlich begleitet.

Verkehrssituation abwarten

Diese Formulierung war Claudia Ellenbeck (Grüne) zu vage. Im Bebauungsplan wird deshalb festgeschrieben, dass weitere Proben noch nach Entfernung der belasteten Aufschüttungen genommen werden, um festzustellen, ob auch die darunter liegende Lehmschicht kontaminiert ist. Auf die Frage von Michael Seidel (CDU), wer für die Kosten der Sanierung aufkomme, erklärte Dirk Meyer vom Bauamt lediglich, dass der Grundstückswert durch die Altlasten gemindert werde.

Für die Probleme, die Ausschussmitglieder und Anlieger durch den Bring- und Abholverkehr sehen, zeichnete sich noch keine Lösung ab. Dirk Meyer stellte dazu fest, dass auf dem Grundstück Parkflächen über das übliche Maß hinaus vorgehalten werden sollten, ansonsten müssten die Erfahrungen zeigen, wo und in welcher Weise weiterer Handlungsbedarf bestehe.

Auf den Schutz von Fledermäusen, die sich möglicherweise in dem leerstehenden Gebäude angesiedelt haben, werde geachtet, versicherte die Planerin. Darauf war während der Offenlage hingewiesen worden. Die Bedenken eines Nachbarn wegen einer Verschattung seines Grundstücks durch eine Bebauung innerhalb des geplanten Baufensters wies die Gemeinde in ihrer Stellungnahme zurück, weil sich gegenüber der bereits jetzt zulässigen Bebauung nichts ändere.

Mit den Stimmen von SPD und CDU wurde der Bebauungsplan auf den Weg gebracht. Bereits zum Beginn des Kindergartenjahres 2011 soll die neue Kita bezugsfertig sein.
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