Roetgen - Grüne: Gemeinde soll Energiebedarf selbst decken

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Grüne: Gemeinde soll Energiebedarf selbst decken

Von: P. St.
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Ein grüner Gartenzwerg ist treuer Begleiter durch das Kommunalprogramm 2014 - 2010 der Roetgener Grünen. Bärbel Dohr-Buschmann

Roetgen. Die Energiewende ist auch für die Roetgener Grünen ein großes Thema. Auch in der eigenen Gemeinde möchte man dafür die Rahmenbedingungen schaffen und Umsetzungshemmnisse beseitigen. Ziel ist es, dass die Gemeinde Roetgen ein CO2-neutraler Ort mit eigener Energieversorgung auf der Basis von erneuerbaren Energien wird.

Die Forderungen zur Verbesserung des Klimaschutzes nehmen auch im aktuellen Kommunalwahlprogramm der Grünen für die Jahre 2014 bis 2020 breiten Raum ein.

Mit Hilfe der Städteregion sei auch für die Gemeinde Roetgen ein integriertes Klimaschutzkonzept erarbeitet worden. Nun müsse auch die konsequente Umsetzung der Maßnahme erfolgen. Zur Institutionalisierung in der Roetgener Gemeindeverwaltung fordern die Grünen gemeinsam mit Monschau und Simmerath die Einstellung einer Klimaschutzmanagerin. Eine solche Stelle werde vom Bund gefördert. Die Aufgabe einer Klimaschutzmanagerin bestehe darin, die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes zu koordinieren.

In diesem Zusammenhang möchten die Grünen auch die Stromlieferverträge der Gemeinde Roetgen auf Strom aus erneuerbaren Energien aus der Region umstellen.

Mittelfristig setzt man sich sogar das Ziel, dass die Gemeinde Roetgen ihren erneuerbaren Energiebedarf selbst erzeugt – aus Windkraftanlagen, Solarenergie und mit einer Biogasanlage.

Mobilität

Den Konzessionsvertrag mit dem RWE wollen die Grünen so schnell wie möglich kündigen und die Energieversorgung mit kommunalen Partnern selbst in die Hand nehmen.

Auch Mobilität ist ein großes Thema für die Roetgener Grünen. Im Wahlprogramm setzt man sich ein für eine bessere Anbindung von innerörtlichen Radwegen an den Vennbahnweg, Fußgängerbedarfsampeln an der Bundesstraße, zumindest aber für Querungshilfen. Zebrastreifen werden auf der Rosentalstraße und auf der Hauptstraße (Nähe Grundschule) gefordert.

Die Einrichtung eines attraktiven Bushofes ist eine alte Forderung der Grünen. Im Zuge der Planung des neuen Gewerbegebietes am Ortseingang Roetgen eröffne sich nun die Chance, einen neuen Bushof hier zu verwirklichen. Rückblickend bedauern die Grünen noch einmal, dass ihr damaliger Vorschlag, den Bushof in der Ortsmitte (auf dem heutigen Aldi-Grundstück) anzusiedeln, von den Fraktionen verhindert worden sei. Was die Erweiterungspläne betrifft, kommt für die Grünen nun ein grenzüberschreitendes Gewerbegebiet Richtung Belgien eher in Betracht als eine Ausdehnung auf die gegenüberliegenden Seite der Bundesstraße.

Beim Thema Dorfentwicklung fordern die Grünen, dass Natur und Landschaft auch innerörtlich ihren Platz behalten, denn Wiesenflächen und Hecken im Dorf seien Teil der Geschichte der Gemeinde Roetgen. Man möchte noch mehr Vielfalt in die öffentlichen Grünflächen bringen, zusätzliche naturnahe Grünflächen schaffen und regt weitere Beetpatenschaften an.

Der Bereich Pferdeweiher, Bahnhof/ Ehrenmal wird als „touristische Visitenkarte“ der Gemeinde gesehen. Hier sieht man „großen Verbesserungsbedarf“ und wünscht sich ein Gesamtkonzept. Die Gemeinde soll das Gelände erneut anpachten.

Wichtigstes Kapital

Als wichtigstes Kapital der Gemeinde betrachten die Roetgener Grünen die Landschaft. Um das Landschaftserlebnis zu verstärken, kann man sich die Errichtung eines Aussichtsturmes vorstellen, entweder auf der Kuppe an der Himmelsleiter oder im Bereich Hoscheiter Venn. Und auch ein Finanzierungsvorschlag wird gleich mitgeliefert, indem per Sponsoring die einzelnen Treppenstufen verkauft werden.

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