Großes Spektakel im goldenen Oktober

Von: P. St.
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Hopfen und Malz - Gott erhalts: Da kann man nur zustimmen.

Mützenich. Der Sommer 2010 hatte am Sonntag noch einmal eine großzügige Spätschicht eingelegt. Für die Mützenicher Ortsbauernschaft aber konnte es nur am traditionellen Erntedankzug liegen, dass Petrus beste Laune versprühte. Dank dieser perfekten Bedingungen wurde das große Erntefest im Venndorf auch wieder ein buntes Massenspektakel.

Schätzungsweise fast 10.000 Besucher säumten die Straßen, und wohl dem, der noch rechtzeitig einen Parkplatz gefunden hatte. Genau 33 Wagen und Gruppen mit rund 600 Akteuren belebten den Ort wie sonst nie im Jahr.

Der Erntedankzug in Mützenich ist längst das größte Fest im Stadtgebiet geworden; hinzu rechnen muss man ja auch noch die über 2000 Besucher, die allein beim Erntedank-Beatball am Freitag bereits dafür sorgten, dass das Doppelzelt bebte.

Unbestrittener Höhepunkt des dreitägigen Festes aber ist der Erntedankzug, der die Besucher von weither anlockt, und die Ortsbauernschaft mit ihren vielen Mitstreitern wird auch deshalb nicht müde, immer wieder neue Akzente zu zu setzen.

Vor allen aber sind es die enorme Farbenpracht und der Ideenreichtum, die die Besucher spontan applaudieren lassen. Im Gegenzug erhalten diese nicht nur alle denkbaren Likör-Kreationen, auch Bratkartoffeln, Schmalzbrote und viele andere Spezialitäten werden großzügig gereicht. Das hebt die Stimmung.

Aktuelle Themen, aber auch reichlich liebevoll aufbereitete Szenen aus dem Landleben bereicherten auch den Zug am Sonntag, der seit rund 55 Jahren zum Mützenicher Dorfleben gehört.

Die Besucher suchen gern die Nähe zu Moderator Rolf Müller, der live am Zugweg von der „Eintracht-Schänke” aus, dem Erntedank-Domizil der Musikvereinigung Mützenich, das Volk bei Laune hält und informative Erläuterungen zu den einzelnen Wagen gibt.

Da wurde ein mobiles Sägewerk mit handfestem Fachpersonal aufgeboten, ein Kohlenmeiler qualmte, und dazu gab es original Holzwurmschnaps. Ein wunderbar geschmücktes Kaltblutgespann rollte mit Hopfen und Malz über die Straße, Blumenbeete, Vennlandschaften und Maisfelder breiteten sich aus, Obst und Gemüse soweit das Auge reicht, ließen die Besucher staunen.

Das Wirsingfest wurde gefeiert, aber auch das Mützenicher Wiesn-Fest. Die Kindergartenkinder, diesmal zum 30. Mal dabei, winkten lachend in der Sonne. Kaum zu glauben, aber wahr: Auf der fahrenden Dorfschmiede wurde ein Kaltblut beschlagen, Weihnachtsbäume ragten in den Himmel, und zahlreiche Kleingruppe sorgten für Abwechslung und Originalität.

Höchsten Unterhaltungswert bot auch Klemens Sommer auf seinem alten Hanomag, der mit den Zuschauern intensiv das Gespräch suchte. „Bratkartoffel, Speck und Ei, dazu noch nen Wodka oder zwei”, lautete einer der vielen Sprüche, die die Zuschauer sich durch den Kopf gehen lassen konnten.

Viele der Gäste ließen den Zug zweimal vorüberziehen, und so mancher begab sich auch dann noch lange nicht auf den Heimweg, denn auf dem Dorfplatz lockte ein langer Ausklang dieses perfekten Tages, der in mehrfacher Hinsicht Anlass zum Dank gab.
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