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Großes Seniorenwohnprojekt beim „Dorfgespräch“ vorgestellt

Von: ho
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Matthias Steffens, Professor Peter Hebel, Micha Kreitz und Peter Jung (v.re.) leiteten das Konzener Dorfgespräch und informierten die Besucher über das Seniorenwohnprojekt. Foto: Hoffmann

Konzen. Wenn es um die Steigerung der Attraktivität von Konzen geht, sind Visionen auf breiter Basis in Monschaus nördlichem Stadtteil in der Bevölkerung in vielfältiger Form vorhanden. Dieses Fazit ließ sich klar und deutlich nach dem „Dorfgespräch“ ziehen, das am Montagabend in der Gaststätte „Achim und Elke“ mit einer Rekordbeteiligung von über 60 Personen stattfand.

Die Arbeitsgruppe Dorfwettbewerb hatte dazu zusammen mit der Städteregion Aachen eingeladen, um das geplante Seniorenwohnprojekt vorzustellen und im Rahmen eines Meinungsaustausches hierzu weitere Anregungen zu erhalten. Diese gab es reichlich für das visionäre Seniorenbauvorhaben in zentraler Lage und mit wunderbarem Ausblick. Sieben Millionen Euro sind für das ehrgeizige Projekt derzeit zunächst einmal ins Auge gefasst, worin 40 Plätze für seniorengerechtes Wohnen und um die 20 Plätze für betreutes Wohnen enthalten sind.

Professor Peter Hebel von der FH Aachen, der die Veranstaltung in angenehm lockerer Art moderierte und der die örtlichen Verhältnisse durch seine Tätigkeit als Juror beim Dorfwettbewerb bestens kannte, wies die zahlreichen Besucher gleich zu Beginn darauf hin, dass man am Ende des Abends möglichst viele „Kümmerer“ finden wolle. Damit waren diejenigen gemeint, die sich letzten Endes um die angesprochenen Projekte kümmern wollen.

Ortsvorsteher Matthias Steffens erläuterte hiernach kurz die Entstehung des Dorfgespräches, das sich nach und nach aus der Teilnahme am Dorfwettbewerb entwickelt habe. Neben ihm waren dabei federführend Peter Jung (Ortskartellvorsitzender), Ratsherr Micha Kreitz sowie Heinz-Hermann Palm und der verstorbene Raimund Palm beteiligt.

Im Zusammenhang mit dem „Wunsch-Grundstück“ für das Seniorenprojekt waren hieran auch Vertreter des Kirchenvorstandes eingebunden. „Von Anfang an ist es oberstes Ziel gewesen, überparteilich an diese Sache heran zu gehen“, so Steffens. Daher habe die Federführung die Arbeitsgruppe Dorfwettbewerb übernommen. Bisher haben laut Steffens verschiedene Investorengespräche stattgefunden und es erfolgten mehrere Besichtigungen gleichartiger Objekte.

Steffens erläuterte auch kurz das Leader-Projekt mit dem innovative Projekte im ländlichen Raum bis Ende 2013 gefördert werden, bevor Professor Hebel durch die Besucherreihen ging, um Fragen zu beantworten. Hieraus ergab sich ein reger Meinungsaustausch, in dem viele Anregungen und Wünsche erfolgten. So wurde beispielsweise ein Fragebogen ins Gespräch gebracht, um mit diesem eine Bedarfsermittlung durchzuführen.

Die Aufstellung von „Ideen-Briefkästen“, in welchen die Bürger schriftlich ihre Vorschläge deponieren können, kam gleichfalls zur Sprache und wurde von Micha Kreitz positiv aufgenommen. Kreitz bedauerte, dass bei der Finanzierung derartiger Projekte sich das Land ein Stück zurückgezogen habe.

Im Investorenbereich betonte Ortsvorsteher Steffens, wolle man auf jeden Fall die eigenen Ideen mit einbringen. Bedauert wurde, dass sich das Maria-Hilf-Stift aus Monschau als Investor ausgeklinkt habe, wozu Micha Kreitz auf Nachfrage mitteilte: „Das war offensichtlich eine Grundsatzentscheidung.“

Alt-Bürgermeister Theo Steinröx, der gleichfalls die Förderung durch das Land bemängelte, äußerte sich in der Investorenfrage zuversichtlich und ergänzte: „Man sollte aber auch auswärtige Investoren nicht aus dem Auge verlieren.“

Professor Hebel zeigte sich nach dem Meinungsaustausch zum Seniorenwohnprojekt erfreut über die zahlreich eingebrachten Ideen. „Ich habe das Gefühl, da kann etwas Gutes entstehen“, hielt er fest. Anschließend wurden weitere Anregungen gesammelt, die das Leben in Konzen noch angenehmer machen sollen. Positiv wurde die vorhandene Nachbarschaftshilfe, die Integration von Zugezogenen und das Vereinsleben bewertet, wozu Theo Steinröx selbstbewusst anmerkte: „Konzen ist Spitze und soll es auch bleiben.“

Erfreulich war auch, dass sich für einige Projekte Ansprechpartner („Kümmerer“) fanden. Lediglich für den zur Sprache gebrachten „lebendigen Adventskalender“ wollte sich niemand so recht begeistern, was Ortsvorsteher Matthias Steffens zu der Feststellung veranlasste: „Wenn wir keinen finden, der sagt ‚Ich bin der Adventskalender‘, werde ich dafür noch einmal durch einen Aushang werben.“

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