Schmidt - Großes Interesse an Fahrt zu Kriegsgräbern

AN App

Großes Interesse an Fahrt zu Kriegsgräbern

Von: ale
Letzte Aktualisierung:

Schmidt. Auf verschiedene Arten wird in diesem Jahr der Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges in unserer Region gedacht. Zum Beispiel mit einer Fahrt zu Kriegsgräbern.

Der Geschichtsverein „Heimatbund 500 Jahre Schmidt e.V.“ wollte mit einer Fahrt zu Kriegsgräbern daran erinnern, dass vor 70 Jahren der Krieg hierher kam, dass in erbitterten Kämpfen viele junge Menschen ihr Leben verloren.

Das Interesse an dieser Fahrt war groß, nahezu 40 Personen fanden sich am Samstag ein, als der Bus in Richtung Margraten und Lommel fuhr. Der 1. Vorsitzende des Vereins, Heinz Claßen, begrüßte die Fahrgäste, die aus Schmidt und Orten des Kreises Düren gekommen waren.

Bedeutung der Talsperren

Er wies darauf hin, dass man diese Tour zu einem sehr günstigen Fahrpreis anbieten könne, da im Rahmen des LEADER-Projektes „Lokales Weltkriegsgedenken“ vonseiten des Rureifel-Tourismus e.V. hierfür ein Zuschuss geflossen sei, außerdem hätten die Sparkasse Düren und die Städteregion Aachen diese Bustour unterstützt.

Heinz Claßen hatte sich kundig gemacht und nutzte einen Teil der Fahrzeit, um über geschichtliche Zusammenhänge im letzten Kriegswinter zu informieren, beispielsweise über die Bedeutung, die die Amerikaner der Straßenkreuzung an der Schmidter Kirche und den Talsperren zumaßen.

In Margraten, Niederlande, waren die Besucher sehr beeindruckt von der gepflegten Anlage, vom makellosen Rasen und den weißen Marmorkreuzen. Hier liegen über 8000 amerikanische Soldaten.

Fast 39.000 Grabstätten

In Lommel ging die Gruppe unter anderem zu den Gräbern von zwei Schmidter Soldaten; in dicken Bänden, die sich „Namenbuch“ nennen, sind die fast 39.000 Grabstätten genau aufgelistet. Und die endlosen Reihen weißer Kreuze riefen eine bedrückte Stimmung hervor.

Dazu kam ein ordentlicher Wolkenbruch; in der Krypta wurde eine Kerze angezündet, bevor man sich wieder auf den Heimweg machte. „Man muss das erst verarbeiten – so viele Tote“, sagte ein Mitfahrer. Mit herzlichen Worten bedankten sich die Gäste für die gut organisierte und sehr informative Tour.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert