Monschau - Großer Familienspieletag in Monschau

Großer Familienspieletag in Monschau

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
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„Wer spielt, hat schon gewonnen”, lautet das Motto des 10. Familienspielefestes Eifel. Die Organisatoren freuen sich auf viele Gäste - Jung und Alt -, die Zeit und Spaß an Gesellschaftsspielen mitbringen. Foto: S.M. Berners

Monschau. Gesellschaftsspiele haben in den letzten Jahren starke Konkurrenz bekommen. Immer mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene schalten lieber den Computer oder den Fernseher an, als ein Brettspiel auszupacken und gemeinsam zu spielen. Viele lassen sich lieber passiv berauschen, statt selber aktiv zu werden.

„Dabei ist wissenschaftlich erwiesen, dass spielen die soziale Kompetenz fördert und die Frustrationstoleranz erhöht”, betont Jugendpfleger Ralf Pauli. „Mensch ärgere Dich nicht” - das gilt auch für Erwachsene.

Beim Spielen spricht man miteinander, lernt mit Sieg und Niederlage umzugehen, lernt Regeln einzuhalten, Ideen zu entwickeln und in vielen Spielen auch kooperativ zu handeln und logisch zu denken. Außerdem macht gemeinsam spielen großen Spaß. Dabei darf es ruhig mal hitzig zugehen - auch das schult fürs Leben. „Uns ist jedenfalls alles lieber, als Fernsehen und Computer”, betont Peter Groten, Schulleiter der Elwin-Christoffel-Realschule.

Mit dem Familienspielefest Eifel werben die Stadt Monschau und ihre Kooperationspartner seit 10 Jahren für Gesellschaftsspiele. Das Motto: „Wer spielt hat schon gewonnen.” Am Wochenende ist es wieder soweit, dann findet das 10. Familienspielefest in der Elwin-Christoffel-Realschule statt. Im Jubiläumsjahr erstmalig an zwei Tagen. Das beste ist, dass niemand unverständliche Spielanleitungen lesen muss. Die ehrenamtlichen Helfer von Family-Games erklären die mehr als 300 aktuellen und traditionellen Brettspiele.

Auch in den Jugendeinrichtungen der Region werben die Betreuer für Gesellschaftsspiele. „Bei uns im Jugendcaf wird viel gespielt. Wir leihen häufig Gesellschaftsspiele in der Bücherei aus. Die Jugendlichen machen das gerne”, erzählt Babette Siewe, die pädagogische Leiterin des Jugendcafs in Simmerath. Und doch lässt das Interesse mit steigendem Alter oft nach.

Während Kinder noch Feuer und Flamme fürs Spielen sind, greifen Jugendliche seltener zum Brett- oder Kartenspiel. Das zumindest stellt Trixi Reichardt von der Stadtbücherei in der Ausleihe fest.

Impulse geben

„Wir müssen den Jugendlichen Impulse geben”, betont Bernadette Tambornino, Sozialarbeiterin an der Realschule. Einmal angestoßen, würden auch die Teenies wieder spielen.

Um ein neues Spiel zu kaufen, muss man allerdings oft tief in die Tasche greifen - ohne sicher zu wissen, ob das Spiel gefällt. Beim Spielefest können die Besucher die Spiele zuerst kennenlernen und danach entscheiden, ob sie es kaufen möchte.
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