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Große Lösung an Fringshaus scheidet aus

Von: P. St.
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Die Verkehrssituation ist in Fringshaus nicht optimal geregelt: Der unfallträchtige Knotenpunkt soll jetzt durch den Bau eines Kreisverkehrs entschärft werden. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Wenn ein Kreisverkehrsplatz in der Nordeifel irgendwo Sinn macht, dann wäre das in Fringshaus der Fall, wo die B 399 aus Richtung Lammersdorf kommend in die B 258 Richtung Aachen einmündet. Hier treffen sich auch Tag für Tag die Haupt-Pendlerströme in Richtung Oberzentrum Aachen.

Tag für Tag kommt es hier zu abenteuerlichen Szenen im Straßenverkehr, auch weil das Geschäft auf belgischer Seite sich starker Frequentierung erfreut. Jetzt soll die Situation an diesem auch unfallträchtigen Knotenpunkt durch den Bau eines Kreisverkehrsplatzes entschärft werden. Den aktuellen Planungsstand erläuterte jetzt ein Planer von Straßen.NRW aus Euskirchen dem Monschauer Planungsausschuss.

Die ursprüngliche große Lösung mit Kreisverkehr und einer langgezogenen Einfädelungsspur für den aus Lammersdorf kommenden Verkehr in Richtung Roetgen, scheidet inzwischen wegen unüberwindbarer Hürden aus, wie der Projektplaner erläuterte. Einmal seien die Eigentumsverhältnisse „sehr schwierig“, zum anderen beginnt unmittelbar neben der Fahrbahn das Trinkwasserschutzgebiet für die Dreilägerbachtalsperre. Um in das rechts der B 258 liegende Waldgebiet eingreifen zu können, habe es an einer schlagkräftigen Argumentation gefehlt.

Ebenso habe man auch nicht in das belgische Hoheitsgebiet eingreifen wollen. Es existiere zwar ein Staatsvertrag, aber in der Praxis sei die Umsetzung recht kompliziert. So kommt es nun zum Bau eines herkömmlichen Kreisverkehrs, der laut Straßen.NRW aber „leistungsfähig und verkehrssicher“ ist. Angebunden an den Kreisverkehrsplatz werden soll auch das Geschäftsgebäude Fringshaus. Die Planung komme mit der geringstmöglichen Inanspruchnahme von Flächen aus, da die vorhandenen Bushaltestellen von ihrer Lage her nicht verändert würden.

Außerdem biete der Kreisverkehr wegen der Querungshilfen ein deutlich verbessertes Maß an Sicherheit für die Fußgänger. Einen Nachteil könne er allenfalls in der Tatsache erkennen, „dass ein Kreisverkehrs alle Verkehrsteilnehmer bremst“. Dem Schwerverkehr werde es ermöglicht, auch den inneren Bereich des Kreisverkehrs zu überfahren.

In Simmerath sei man zwar von der Planung ohne Einfädelungsspur nicht begeistert, aber so der Projektplaner: „Es wird funktionieren.“ Als Beispiel nannte er einen Kreisverkehrsplatz auf der Kreuzung B 266/B 477 im Kreis Euskirchen bei Roggendorf, der ähnlich angelegt sei und seit 13 Jahren keine Probleme zeige.

Die neue Planung sieht ebenfalls vor, dass ab Roetgen zwei Fahrspuren bergauf markiert werden, ab Fringshaus in Richtung Roetgen gibt es aber nur noch eine, wenn auch deutlich verbreiterte Fahrspur ohne Mehrzweckstreifen. Der jetzt zwischen Fahrbahn und Radweg befindliche Grünstreifen wird entfallen. Zwischen Fahrbahn und Gehweg werden Schutzplanken errichtet. Dafür fallen die sogenannten Mäusetunnel , die die Fahrspuren trennen, wieder weg.

Die Kosten für die Maßnahme Fringshaus werden auf rund drei Millionen Euro geschätzt.

Im Monschauer Planungsausschuss fand die Präsentation weitgehende Zustimmung, wobei Micha Kreitz (CDU) noch anregte, die Notwendigkeit bzw. den Bedarf der bei den Bushaltestellen zu ermitteln.

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