Roetgen - Grenzlandtheater findet im Bürgersaal eine neue Spielstätte

Grenzlandtheater findet im Bürgersaal eine neue Spielstätte

Von: Helga Giesen
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Exemplarisch zeigen sie das Scheitern einer Beziehung: Dario Fo (Thomas Kemper) und Franca Rame (Madeleine Niesche). Foto: Kerstin Brandt-Heinrichs
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Harmonische Zweierbeziehung: Die wollen zwischen dem Kulturkreis Roetgen und dem Grenzlandtheater auch Bürgermeister Manfred Eis und Intendant Uwe Brandt (v.l.) entstehen lassen. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Eine doppelte Premiere wird am Freitag, 15. März, im Bürgersaal der Grundschule Roetgen gefeiert. Zum ersten Mal ist das Aachener Grenzlandtheater in der Gemeinde zu Gast und weiht mit seinem aktuellen Stück „Offene Zweierbeziehung“ den Bürgersaal als Ort kultureller Veranstaltungen ein. Präsentiert wird das Gastspiel vom Kulturkreis Roetgen.

Das Grenzlandtheater in den neuen Bürgersaal zu holen war ein gemeinsamer Wunsch von Politik und Verwaltung, berichtet Bürgermeister Manfred Eis, der auch Vorsitzender des Kulturkreises ist. Beim Intendanten der Aachener Bühne, Uwe Brandt, fand eine entsprechende Anfrage offene Ohren. „Wir wollen die Herzen der Roetgener gewinnen und kommen auch gerne wieder“, gibt er bei einem gemeinsamen Gespräch anlässlich der ersten Vorstellung zu verstehen, dass er sich auch eine weitere Zusammenarbeit gut vorstellen kann. Die mehr als 200 im Vorverkauf abgesetzten Karten sprechen für ein großes Interesse. „Da wären wir in Aachen schon ausverkauft“, freut sich der Intendant. „Der Bestuhlungsplan sieht 398 Plätze vor“, sieht Kämmerer Heinz Mertens, bei dem die organisatorischen Fäden des Kulturkreises zusammenlaufen, aber noch Luft nach oben.

Lust auf Theater machen

Für die Auftaktveranstaltung habe man sich für einen „Publikumsrenner“ entschieden, um den Roetgenern Lust auf Theater zu machen. Mit seiner Komödie „Offene Zweierbeziehung“ treibt das Autoren- und Ehepaar Dario Fo und Franca Rame ein spannendes Thema auf die Spitze, verspricht Uwe Brandt, der selbst inszeniert hat. Daneben scheue sich das Theater auch nicht, anspruchsvolle, klassische und kritische Stücke auf den Spielplan zu setzen, so der Intendant. „Die Qualität muss stimmen, dann erreichen wir die Leute“. Außerdem mache Theater nicht nur das aus, was auf der Bühne geschieht. Es sei auch ein Treffpunkt und Ort der Kommunikation. Für das Grenzlandtheater bedeutet eine neue Spielstätte eine besondere Herausforderung, denn Bühnenbau und Technik müssen den Gegebenheiten angepasst werden. „Wir sind hier auf kollegiale Menschen getroffen, für Probleme sind Lösungen gefunden worden und wir sehen alles im grünen Bereich“, zeigt sich Brandt mit den Vorbereitungen zufrieden. „Die Infrastruktur muss sich jetzt beweisen“, sieht auch der Bürgermeister der ersten Vorstellung gespannt entgegen. Alles ist noch ein bisschen improvisiert, so wie die von Hand zusammengeschnippelten Plakate. „Aber wir lernen“, verspricht Heinz Mertens künftig mehr Professionalität und alle sind sich einig, dass man im Gespräch bleiben will.

Kunst und Kultur vor Ort

Die Gründung des Kulturkreises Roetgen wurde im November 2001 vom Bildungsausschuss auf den Weg gebracht, um den Roetgener Bürgern Kunst und Kultur auch vor Ort zu bieten. Als Künstlerischer Leiter verantwortet Hubert vom Venn das Programm, die Geschäftsführung liegt bei der Gemeindeverwaltung. Es fließen keine öffentlichen Gelder in den Kulturkreis, betont der Vorsitzende, Bürgermeister Manfred Eis, er finanziert sich aus Erträgen aus den Veranstaltungen sowie aus Geld- und Sachleistungen von Sponsoren. Als Hauptsponsor unterstützt das RWE die Kulturarbeit.

Die Vorstellung am Freitag, 15. März, beginnt um 20 Uhr. Karten kosten 17 Euro (im Vorverkauf zzgl. VKK-Gebühr), für Studenten und Schüler gibt es an der Abendkasse ab 18 Uhr ermäßigte Karten zum Preis von 12,50 Euro. Einlass ist ab 19 Uhr, es besteht freie Platzwahl.

Karten im Vorverkauf sind erhältlich in Roetgen in der Buchhandlung Lesezeichen, und in der Roetgen Therme, in Monschau im Kulturamt der Stadtverwaltung, und bei der Monschau-Touristik sowie in Simmerath in der Buchhandlung am Rathaus.

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