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Gleichschritt auf dem Stundenplan

Von: wm
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Nordeifel. Viel Arbeit wartete am Wochenende auf den Musikverband Aachen. Gleich zwei Veranstaltungen hatten die Verantwortlichen mit Werner Wamser als Vorsitzendem ins Programm aufgenommen.

Parallel wurden in Gemeinschaftshauptschule in Simmerath die diesjährigen D-Prüfungen abgehalten, und in der Hauptschule Monschau trafen sich die Tambourmajore der Spielmannszüge zu einem Workshop.

Das Zittern der kleinen und großen Musiker hatte am Samstag endlich ein Ende. Nach wochen- und monatelanger Vorbereitung endete die diesjährige D-Ausbildung mit dem Ablegen der praktischen Prüfung. 156 Prüflinge fanden sich am Samstag ab 9 Uhr in der Gemeinschaftshauptschule in Simmerath ein, um unter den strengen Augen der professionellen Musiklehrer des Musikverbandes Aachen die D1-, D2- oder gar die D3-Prüfung abzulegen.

Die Nadelverleihung an die hoffnungsvollen Nachwuchsmusiker wird am 26. April in der Aula des St. Michael Gymnasium erfolgen.

In der Hauptschule Monschau trafen sich 14 Tambourmajore aus neun Vereinen des Musikverbandes Aachen zu einem Workshop. Es ist eine besondere Augenweide für die vielen Zuschauer, die alljährlich die Verbandsfeste der Spielleute besuchen, wenn man die akkurat marschierenden Korps mit ihrem Tambourmajor an der Spitze durch die Straßen marschieren sieht. Und keiner der Zuschauer erahnt, wie vielÊ Mühe und Schweiß es die Flötisten und Trommler der Spielmannszüge kostet, bis denn das Marschieren ausgerichtet nach Vorder- und Seitenmann klappt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei naturgemäß auf dem Tambourmajor, der mit seinem Tambourstab vor dem Korps marschiert.

Einen Profi gewonnen

Der Wunsch der Mitgliedsvereine des Musikverbandes Aachen war es gewesen, einmal einen Workshop zu organisieren um Körperhaltung und Zeichengeben mit dem Stab zu perfektionieren. Mit Hermann-Josef Kimpel hatte man als Leiter des Workshops einen echten Vollblutmusiker gewinnen können. Seit 1975 ist Kimpel Berufsmusiker im Musikchor der Bundeswehr in Siegburg. In dieser Zeit war er 22 Jahre lang Tambourmajor des Spielmannszuges.

Unter den kritischen Augen des Vollprofis übten und perfektionierten die Tambourmajore den ganzen Tag die musikalischen Kommandos für das Korps und ihre Körperhaltung. Das Erlernte wurde dann im späten Nachmittag mit einem eigens für diesen Workshop zusammengestellten Korps verschiedener Spielleute der unterschiedlichsten Tambourkorps in der Aula der Hauptschule angewandt.

In einem Resümee betonten alle Tambourmajore den Nutzen des Workshops und lobten die perfekte Organisation des Musikverbandes Aachen. Nach diesem schönen Erfolg plant der Musikverband eine Fortsetzung dieses Grundlagenworkshops. Ziel dieser Schulung, die voraussichtlich wieder im März des nächsten Jahres stattfinden wird, könnte das Thema „Großer Zapfenstreich” sein.

Und vielleicht, so hoffen die Verantwortlichen, kann man dann auch die altgedienten Tambourmajore für den Workshop gewinnen, die bislang vermeintlich der Meinung sind, ihr Metier auch ohne Unterstützung der Profis zu beherrschen.
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